Impfungen

Türkei kämpft gegen Masernvirus aus Europa

In einigen EU-Staaten, darunter Deutschland, sind Masernausbrüche registriert worden. Insbesondere der holländische „Bibelgürtel“ ist betroffen.

In der Türkei soll aktuell ein Masernvirus im Umlauf sein, der vom türkischen Gesundheitsministerium bekämpft wird. Der Virus soll aus Europa stammen.

Wo die Menschen sich nicht impfen lassen, sind die Masern deutlich stärker verbreitet. (Foto: Flickr/@alviseni)

Wo die Menschen sich nicht impfen lassen, sind die Masern deutlich stärker verbreitet. (Foto: Flickr/@alviseni)

„Die Anzahl der Ansteckungen ist in der Türkei zurückgegangen. Wir haben das mittlerweile unter Kontrolle“, zitiert die türkische Zeitung Bursa Hakimiyet Mehmet Ali Torunoğlu, Mitarbeiter im Gesundheitsministerium.

Tatsächlich gibt es in Europa eine Infektionswelle von Masern, die sich auch zu einer Epidemie entwickeln könnte, berichtet die Ärzte Zeitung. Bis Mitte August sind 1.360 Masernfälle registriert worden. Besonders betroffen ist Berlin mit bisher 464 gemeldeten Erkrankten. Auch in Bayern wurden bisher 602 Fälle registriert, mehr als die Hälfte davon in München.

Weitere betroffene Länder sind Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien, Irland, Rumänien und Georgien.

Doch besonders betroffen sind die Niederlande. Dort wollen sich strenggläubige Protestanten nicht impfen lassen. Sie leben in den Regionen des sogenannten „Bibelgürtels“. Die meisten der landesweiten 1.458 Fälle wurden in jenen Regionen gemeldet, berichtet das Centrum für Reisemedizin (CRM).

Kleinkinder sollten gegen Ende des ersten Lebensjahres und nochmals bis zum zweiten Geburtstag geimpft werden.

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