Vorbeugung

Verbot von Nickelschmuck reduziert Allergien

Seit die EU stark nickelfreisetzende Legierungen im Schmuck untersagte, leiden weniger junge Frauen und Männer unter einer Nickelallergie.

Infolge des Nickelverbots in der EU sind die Allergien bei jungen Frauen seit 2001 deutlich zurückgegangen. (Foto: Flickr/Fluid Forms)

Infolge des Nickelverbots in der EU sind die Allergien bei jungen Frauen seit 2001 deutlich zurückgegangen. (Foto: Flickr/Fluid Forms)

Stahl, Messing oder ähnliche für Schmuck verwendete Legierungen enthielten in der Vergangenheit oft beträchtliche Mengen des allergenen Metalls Nickel. Dies löste vor allem bei jungen Frauen Nickelallergien aus.

Doch seit 2001 dürfen Gegenstände, die viel mit der Haut in Kontakt kommen, nur noch sehr wenig Nickel freisetzen. Für Schmuck, Reißverschlüsse, Knöpfe oder Handys liegt der Grenzwert bei 0,5 Mikrogramm pro Quadratzentimeter pro Woche. Bei Piercing-Schmuck liegt die zugelassene Wochendosis sogar nur bei 0,2 Mikrogramm.

Forscher des District General Hospital im britischen Rotherham haben nun gezeigt, dass seit dem Verbot die Nickelallergien bei Frauen unter 30 Jahren in Deutschland, Dänemark, Italien und Großbritannien deutlich zurückgegangen sind.

Im Jahr 1995 waren 35 Prozent der jungen Frauen in Deutschland von einer Nickelallergie betroffen, 2012 waren es nur noch 15 Prozent. Auch bei jungen Männer gingen die Fälle von Nickelallergien deutlich von 10 auf 5 Prozent zurück.

Bei den 30- bis 60-jährigen Frauen in Deutschland stiegen die Nickelallergiefälle hingegen von 20 auf 25 Prozent. Dies erklären die Forscher damit, dass Frauen, die ihre Nickelallergie vor dem Verbot erwarben, diese beibehalten haben.

Ursache für den Rückgang der Nickelallergien bei jungen Frauen sei mit hoher Wahrscheinlichkeit das EU-Verbot, so die Forscher. Dies werde auch durch die Entwicklung in Ländern ohne ein Nickelverbot belegt. So seien die Fälle von Nickelallergien in den USA weiter angestiegen, während sie in der EU zurückgingen.

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