Deutschland

Honorar: Ärzte bekommen 800 Millionen Euro mehr Geld

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung haben sich auf Bundesebene geeinigt. Nun wird noch in den Regionen verhandelt.

Die Ärzte konnten ihre Position stärken. Die ambulante Grundversorgung für mehr als 70 Millionen Menschen ist für das nächste Jahr gesichert. (<a href="http://www.flickr.com/photos/pasa/5752396917/sizes/z/in/photostream/">Foto: Flickr/pasa74/CC BY 2.0</a>)

Die Ärzte konnten ihre Position stärken. Die ambulante Grundversorgung für mehr als 70 Millionen Menschen ist für das nächste Jahr gesichert. (Foto: Flickr/pasa74/CC BY 2.0)

Die Honorarverhandlungen zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind abgeschlossen. Für rund 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherte ist die ambulante Versorgung für 2014 gesichert. Die Einigung konnte im Erweiterten Bewertungsausschuss unter der Vermittlung des Vorsitzenden Jürgen Wasem erreicht werden. Die KBV geht von Honorarsteigerungen für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten zwischen 590 und 800 Millionen Euro aus, was einer Steigerung von 3 Prozent entspricht.

Insgesamt stellen die Kassen für die Förderung von Leistungen der Grundversorgung im nächsten Jahr 140 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Jeweils 70 Millionen sollen davon in die haus- und fachärztliche Versorgung fließen, gibt die KBV einzelne Ergebnisse der Verhandlungen bekannt.

Die Höhe des Orientierungswertes, der per Gesetz jährlich überprüft und den steigenden Praxiskosten angepasst werden muss, war ein weiterer wichtiger Verhandlungspunkt. Geeinigt hat man sich für 2014 auf eine Steigerung um 1,3 Prozent, was somit einen Orientierungswert von 10,13 Cent ausmacht. Somit ergibt bereits die Erhöhung des Orientierungswertes eine Summe von 360 Millionen Euro.

Ermittelt wurden auch die KV-spezifischen Veränderungsraten der Morbidität und Demografie, also wie viel Geld die Krankenkassen im nächsten Jahr bereitstellen müssen, um den stetig steigenden Behandlungsbedarf decken zu können. Im Bundesdurchschnitt beträgt die Veränderungsrate der Morbidität 1,4 Prozent (300 Millionen Euro), die der Demografie 0,41 Prozent (90 Millionen Euro). Diese Raten sind lediglich eine Empfehlung des Bewertungsausschusses und bilden die Grundlage für die in den nächsten Wochen noch kommenden regionalen Verhandlungen zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen auf der einen und den gesetzlichen Krankenkassen auf der anderen Seite.

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