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Panasonic verkauft Medizintechnik-Sparte an US-Investor

Der angeschlagene Elektronikkonzern Panasonic muss seine Medizintechnik-Sparte verkaufen. Die US-Beteiligungsgesellschaft KRR kauft die Abteilung für 1,2 Milliarden Euro. Die japanische Firma Panasonic konnte zuletzt nicht mehr mit ihren Konkurrenten auf dem asiatischen Markt mithalten.

Panasonic will sich von der Unterhaltungsindustrie entfernen und muss Vermögenswerte verkaufen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

Panasonic will sich von der Unterhaltungsindustrie entfernen und muss Vermögenswerte verkaufen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. (Foto: Flickr/Luke Hayfield Photography/ Attribution 2.0/CC BY 2.0)

Im Gegensatz zu den großen Anbietern für Medizintechnik in Asien muss sich der japanische Hersteller Panasonic verkleinern. Führende Anbieter wie GE, Siemens, Philips und Toshiba haben Panasonic den Rang abgelaufen. Das Unternehmen gab bekannt, seine Medizintechnik-Sparte an die US-Beteiligungsgesellschaft KRR zu verkaufen.

Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Euro, berichtet Reuters. Ein Teil des Medizintechnikgeschäftes, die Rede ist von 20 Prozent, soll aber bei Panasonic bleiben. Der Kaufpreis könnte dadurch noch etwas tiefer ausfallen, heißt es Insidern zufolge. Bis März 2014 soll der Deal abgeschlossen sein.

Panasonic Healthcare ist in der Blutdiagnostik aktiv und bietet Blutzuckermessgeräte für Diabetiker an, die nur noch wenig Abnehmer finden. Zudem gerät Panasonic durch Konkurrenz aus Korea unter Druck. Samsung will neben seinen Absatzrennern im Smartphone-Bereich künftig auch Elektrotechnik für Ärzte und Patienten vertreiben.

Obwohl das Medizintechnikgeschäft profitabel ist, ist Panasonic auf fremdes Kapital von der Beteiligungsgesellschaft KRR angewiesen, um auf diesem Gebiet expandieren zu können. KKR hat den höchsten Preis für die Anteile an Panasonic gezahlt und konnte sich gegen den Konkurrenten Toshiba durchsetzen.

Panasonic befindet sich derzeit im Umbau. Der Konzern hat die Entwicklung der Flachbildschirme verschlafen und spielt auch in der korrespondierenden Displayentwicklung nur eine untergeordnete Rolle. Der Schwerpunkt soll von der Konsum-Elektronik hin zur Zulieferung von Elektronikteilen für die Autobranche erfolgen.

Anlegern zufolge ergibt sich durch den Teilverkauf von Panasonic eine große Chance für den japanischen Markt für außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen, berichtet das WSJ. „Die großen japanischen Unternehmen aus fast jeder Industrie haben Vermögenswerte, die sie schon lange hätten verkaufen müssen“, sagte Kenneth Lebrun, Experte für Fusionen und Übernahmen bei Shearman und Sterling LLP in Tokio.

Es gibt viele Investoren auf dem japanischen Markt, die sich um Anteile an einem großen Unternehmen reißen würden.

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