Gesundheitssystem

ObamaCare: Versicherte müssen teure Neuverträge abschließen

Die Amerikaner fühlen sich von Präsident Obama hinters Licht geführt. Es stellt sich nämlich nun heraus, dass sein Vorzeige-Projekt ObamaCare offenbar nichts anderes ist als eine Konjunktur-Spritze für die Versicherungs-Wirtschaft.

Nicht alle Amerikaner sind für die neue Krankenversicherung in den USA. (Foto: Flickr/will1ill/CC BY 2.0)

Nicht alle Amerikaner sind für die neue Krankenversicherung in den USA. (Foto: Flickr/will1ill/CC BY 2.0)

ObamaCare sorgt für großen Unmut bei den US-Bürgern: Nun stellt sich heraus, dass entgegen Obamas Zusage viele bereits versicherte US-Bürger ihre bestehenden Verträge aufgeben müssen und den Versicherungen zufolge unter Umständen teurere Policen abschließen müssen. Obama sollte sich noch am Freitag mit führenden Vertretern der Versicherungsbranche treffen.

Das Magazin Forbes berichtet von einer umfassenden Studie des Manhattan Institutes: Demnach werden die Versicherungs-Prämien um durchschnittlich 41 Prozent steigen. Ländliche Gebiete sind besonders betroffen, junge und männliche Versicherte werden ebenfalls mehr bezahlen müssen.

ObamaCare ist bisher auf geringe Resonanz gestoßen. Zudem ist die Einführung von technischen Pannen begleitet.

Nach der verpatzten Einführung seiner Gesundheitsreform hat US-Präsident Barack Obama von seinen eigenen Parteifreunden einen Denkzettel verpasst bekommen. Zahlreiche Demokraten schlugen sich am Freitag bei einer Abstimmung im Repräsentantenhaus auf die Seite der Republikaner. Deren Entwurf zur Änderung einiger Teile von Obamas Reform wurde von der Kammer mit 261 zu 157 Stimmen gebilligt. Darunter waren auch 39 Ja-Stimmen von Obamas Demokraten, fast ein Fünftel ihrer Fraktion. Zwar wird dem Vorstoß der Republikaner keine Chance eingeräumt, auch durch den von den Demokraten kontrollierten Senat zu kommen. Das Votum galt jedoch als Stimmungstest unter den demokratischen Abgeordneten vor den Kongresswahlen 2014.

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