Gesundheit

Ocimum Sanctum: Basilikum schützt vor Radioaktivität

Forscher arbeiten an einem Medikament auf Basis des Indischen Basilikums (Ocimum Sanctum). Studien belegen die schützende und unterstützende Wirkung der Pflanze bei radioaktiver Strahlung. Kleine Kapseln mit dem Extrakt der Pflanze können auch Patienten helfen, die mit Bestrahlung therapiert werden.

Das Indische Basilikum gilt als neues Mittel zum Schutz vor Strahlung. (Foto: Flickr/{ pranav }/CC BY 2.0)

Das Indische Basilikum gilt als neues Mittel zum Schutz vor Strahlung. (Foto: Flickr/{ pranav }/CC BY 2.0)

Jodtabletten und Geigerzähler waren nach der Katastrophe von Fukushima auch in Europa der Renner. Es gibt auch Hilfe auf natürlicher Basis. Doch Radioaktivität ist nicht nur ein Problem von Unfällen bei Atomreaktoren. Erst Ende Oktober stieg beim AKW Neckarwestheim 2 die durch den Kamin in die Luft geblasene Radioaktivität um mehr als das 20-fache des Normalwertes, so die taz. Und die russische Ria Novisti berichtete Mitte der Woche von einem Koffer, der am internationalen Flughafen Kiew-Boryspil beschlagnahmt wurde. Dieser wies eine erhöhte Radioaktivität auf.

Um den Körper vor Radioaktivität und anderen Giften in der Umwelt besser zu schützen, soll das Indische Basilikum (Tulsi, ocimum sanctum) ein probates Mittel sein, wie Studien nun zeigen. Diese Pflanze wird in Indien verehrt und soll auch gegen etliche andere Umwelteinflüsse Schutz bieten. In der Naturheilkunde gilt es als Adaptogen. Als Adaptogene werden pflanzliche Zubereitungen und Drogen bezeichnet, die den Körper bei der Reparatur von Schäden und die Zellen bei der Regeneration unterstützen. Zudem gilt das Indische Basilikum auch als starkes Antioxidans und hat eine entzündungshemmende Wirkung.

Verschiedene Studien an Tieren und im Labor haben gezeigt, dass die Effekte des Indischen Basilikums die oxidativen und  chromosomalen  Schäden, die durch Gamma-Strahlung und radioaktives Jod verursacht werden, reduzieren. Derzeit werden dementsprechend bereits Medikamente aus der Pflanze in Indien entwickelt. „Die vor Strahlen schützende Medizin aus Tulsi (Indisches Basilikm, Anm. d. Red.) wird von GLPL in begrenzter Menge in Kapselform hergestellt“, zitiert die Times of India den Studienverantwortlichen William Selvamurthy. „Die menschlichen Untersuchungen mit der Droge sind kurz vor der Fertigstellung, das Medikament kann sogar von Patienten, die eine Strahlentherapie unterlaufen, eingesetzt werden.“

Vor allem die wasserlöslichen Flavonoide (Orientin und Vicenin) sind für diese positive Wirkung der Pflanze verantwortlich, wie eine Studie des indischen Kasturba Medical College zeigt. Schon Extrakte des Indischen Basilikums auf Wasserbasis haben die Überlebenschancen von Mäusen, die einer Ganzkörper-Gamma-Strahlung ausgesetzt wurden, deutlich verbessert, bestätigen Untersuchungen.

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