Gesundheit

Kälte: Ärzte raten dringend zu Vitamin D gegen Infektionen

Rund 60 Prozent der Menschen leiden im Winter an Vitamin-D-Mangel. Das macht sie anfälliger für Infektionen. Sonnlicht fördert die Produktion von Vitamin D. Ärzte empfehlen deswegen – gerade bei eisigen Temperaturen – tägliche Spaziergänge an der frischen Luft. Wer das nicht schafft, soll Vitamin-D-Präparate zu sich nehmen.

Je kälter es wird, desto dringender braucht der Mensch ein paar Sonnenstrahlen. Bewegung an frischer Luft fördert die Vitamin-D-Produktion, die wiederum das Immunsystem. (Foto: Flickr/AlicePopkorn/CC BY 2.0)

Je kälter es wird, desto dringender braucht der Mensch ein paar Sonnenstrahlen. Bewegung an frischer Luft fördert die Vitamin-D-Produktion, die wiederum das Immunsystem. (Foto: Flickr/AlicePopkorn/CC BY 2.0)

Vitamin D ist kein Vitamin, sondern eine Vorstufe eines Hormons. Es spielt eine Hauptrolle im menschlichen Immunsystem. Vitamin D aktiviert zuvor harmlose Immunzellen, die dann Viren und Bakterien abtöten können. Diese verwandelten sogenannten T-Zellen sorgen dafür, dass Infektionen abgewehrt werden.

Vitamin D wird fast gar nicht über die Nahrung aufgenommen, sondern im Körper gebildet. Bis zu 90 Prozent des Vitamins wird durch UV-Bestrahlung der Haut erzeugt. Deswegen ist es besonders wichtig, im Winter die tägliche Sonnendosis zu erhalten.

Um den nötigen Vitamin-D-Spiegel über die Nahrung zu erhalten, müssten täglich zwei große Portionen fettreicher Fisch, wie Lachs oder Makrele, verzehrt werden. Das ergaben Untersuchungen von Dr. Heike A. Bischoff-Ferrari von der Universität Zürich.

Vitamin D hilft nicht nur, gesund durch die Erkältungszeit zu kommen, es spielt auch eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut. Wer das Hormon nicht aus der freien Natur generieren kann, sollte in Absprache mit dem Arzt Vitamin-D-Präparate zu sich nehmen.

Bischoff-Ferrari rät sogar jedem Mensch ab 65 Jahren zu einer täglichen Einnahme von Vitamin-D-Dosen. Neben dem positiven Effekt auf Knochen und Immunsystem senke das Hormon zusätzlich auch noch das Krebsrisiko.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Vorsicht, Halbwahrheiten!

    Im Winter ist keine Vitamin D produktion über die Haut möglich. Dazu wird ein UV-Index von mindestens 3 benötigt und eine Sonnenhöhe von mindestens 45°. Diese Werte erreichen wir in Stuttgart (dort lebe ich) frühestens mitte April. Seit Oktober ist hier (49. Breitengrad) auch keine Vitamin D produktion über die Haut möglich. Dies geling ganzjährig nur unterhalb des 37. Breitengrades (Los Angeles, Sizilien). Deshalb ist eine Aufnahme von Vitamin D zumindest im Winterhalbjahr nötig!

    Vor der Supplementierung mit Vitamin D ist eine Bestimmung des Serumwertens von 25(OH)Vitamin D3 nötig (Vitamin D Bluttest).

    Eine Supplementierung mit Vitamin D ist für die Erhaltung der Gesundheit zumindest in den Herbst- Wintermonaten wichtig.
    Hierbei kommt es auf den Serumwert an. Dieser sollte mit hochdosiertem Vitamin D (10000 iE) auf einen wert zwischen 50 und 60 ng/ml eingestellt werden. Anschließend mit niedrigerer Dosis in diesem Bereich gehalten werden und zwar ganzjährig!