Gegengift

Forscher heilen Vergiftungen mit Bienen-Harz

Bienen sammeln Harze von Gemüsepflanzen und Blattknospen zur Herstellung von Bienenharz. Dieser dient den Bienen unter anderem zur Desinfektion und Abdichtung des Bienenstocks. Forscher fanden nun heraus, dass dieser Bienenharz (Propolis) auch zur Bekämpfung von Vergiftungen eingesetzt werden kann.

Aus Blütenharz produzieren Bienen Propolis, das als alternatives Heilmittel auch dem Menschen nützlich sein kann. (Foto: Flickr/rainerstropek@yahoo.com/CC BY 2.0)

Aus Blütenharz produzieren Bienen Propolis, das als alternatives Heilmittel auch dem Menschen nützlich sein kann. (Foto: Flickr/rainerstropek@yahoo.com/CC BY 2.0)

Wissenschaftler der Universität Jiwaji im indischen Gwalior haben vielversprechende Untersuchungen zur Wirkung von Propolis bei Aluminiumvergiftungen durchgeführt. Aluminium ist auch in Europa mit Vorsicht zu genießen. Beim Trinken aus Getränkedosen, dem Nutzen von Alupfannen oder Alufolie ist Aluminium allgegenwärtig. Und der Kontakt, vor allem die Aufnahme des Aluminiums in den Körper ist nicht ungefährlich. Aluminium (Al) macht acht Prozent der 16 km dicken Erdkruste aus und ist nach Sauerstoff und Silizium das dritthäufigste Element und das häufigste Metall.

Aluminium als Krankheitsursache

Schon vor knapp zehn Jahren warnte auch da Europäische Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EULEEV):

„Zusatzstoffe und natürliche Bestandteile unserer Nahrung können Aluminium ‚huckepack‘ ins Körperinnere mitnehmen, so z.B. Zitronensäure oder die Geschmacksverstärker Maltol und Glutamat. Kompott, Tomaten- oder Sojasoße lösen aus unbeschichtetem Aluminiumgeschirr erhebliche Al-Mengen heraus und machen sie durch Komplexbildung darmgängig. Ist dazu noch Fluor im Kochwasser, so steigt der Gehalt an Al um das 10- bis 100-fache. In einigen Staaten spielen Al-Salze als Zusatzstoffe ein große Rolle (…). In Deutschland werden Al-Zusätze nur sparsam verwendet: Zur Trinkwasseraufbereitung, als Zusatz für Flüssig-Ei, Wurstpellen und Kaugummis. Eine ‚volle Dosis‘ kann man allerdings auch hierzulande abbekommen: In Laugengebäck fand die Lebensmittelüberwachung Spitzenwerte von fast einem halben Gramm pro Kilo. Manche Bäcker hatten die Brezeln auf Alubleche gelegt und diese komplett in die Lauge getaucht. Die ätzende Flüssigkeit löst das Aluminium aus den Blechen heraus.“

Gelangt Aluminium in den Körper, kann es sich in Leber, Lunge, Niere, Schilddrüse und im Gehirn ansammeln. Dort beginnt es mit wichtigen Mineralien wie Kalzium zu konkurrieren. Hinweise auf Aluminiumvergiftung als Auslöser von Osteoporose oder auch psychischen Störungen fand nicht nur das EULEEV.

Propolis als echte Alternative

Bei den Untersuchungen an der indischen Universität Jiwaji verabreichten Forscher Ratten Aluminiumnitrat in Höhe von 32,5mg/kg. Eine Dosis, die ausreichen würde, um die Hälfte der Bevölkerung umzubringen, so naturanews.com. Nach der Verabreichung des Aluminiumnitrats kam es zu einem Anstieg der Cholesterin-, Harnstoff- und Harnsäurewerte. Darüber hinaus sank jedoch der Wert des wichtigen Blutplasmaproteins Albumin. Nach einem Tag teilte man die Ratten in drei verschiedene Gruppen aus. Einer Gruppe wurde HEDTA ( N-(2-Hydroxyethyl-Ethylendiamin-Triessigsäure)) verabreicht . HEDTA wird häufig zur Behandlung von Metallvergiftungen eingesetzt. Die zweite Grupp erhielt Propolis und die dritte Propolis und HEDTA zusammen.

Bei der ersten Gruppe half die HEDTA, die Gewebestruktur zu erhalten und die Zellen wieder aufzubauen. Die Gruppe, die nur Propolis erhalten hatte, erholte sich noch besser, es trat auch eine Linderung des oxidativen Stresses (Stoffwechsellage) auf. Bei der Verabreichung von HEDTA in Kombination mit Propolis wurde jedoch beste Wirkung erzielt. Bei den Funktionen von Nieren, Gehirn und Leber zeigten sich enorme Verbesserungen. Doch hier zeigte sich sogar eine viel bessere Aktivität im Gehirn – im Vorderhirn, Mittelhirn und Nachhirn war die Aktivität durch das Aluminiumnitrat erheblich zurückgegangen.

Bienen sind in manchen Regionen vom Aussterben bedroht (hier).

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