Goldman Sachs steigt bei Rhön-Klinikum ein

Die US-Investmentbank Goldman Sachs ist beim Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum eingestiegen und hat sich gut 3 Prozent der Stimmrechte gesichert. An eine Übernahme des Rhön-Klinikums sei nicht gedacht.

Der Goldman-Sachs Tower in New York: Die Investmentbanker wollen an dem Geschäft mit der medizinischen Versorgung in Deutschland teilhaben. (Foto: Flickr/Spoon Monkey/CC BY 2.0)

Der Goldman-Sachs Tower in New York: Die Investmentbanker wollen an dem Geschäft mit der medizinischen Versorgung in Deutschland teilhaben. (Foto: Flickr/Spoon Monkey/CC BY 2.0)

Die US-Investmentbank Goldman Sachs ist beim Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum eingestiegen. Das Institut habe sich bereits im Januar 3,02 Prozent der Stimmrechte an der fränkischen Klinikkette gesichert, teilte Rhön am Freitag mit. Das Anteilspaket sei für Investmentfonds gekauft worden, die das Institut als Vermögensverwalter aufgelegt hat, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person Reuters. An eine Übernahme von Rhön-Klinikum sei nicht gedacht.

In der Krankenhausbranche wird seit Monaten spekuliert, wie es mit Rhön weitergeht, wenn der Konzern einen Großteil seiner Krankenhäuser an den Gesundheitskonzern Fresenius verkauft hat. Der Krankenhaus-Zulieferer B. Braun hat seinen Anteil an Rhön im November auf mehr als 15 Prozent aufgestockt und angekündigt, weitere Aktien der Klinikkette zu kaufen. Auch die Konkurrenten Asklepios und Fresenius sind jeweils mit rund fünf Prozent an Rhön beteiligt.

Kurz vor Weihnachten hatten alle Beteiligten ihren Streit über den Verkauf der Rhön-Krankenhäuser an Fresenius beigelegt. Rhön-Gründer Eugen Münch, der mit seiner Familie 12,5 Prozent an dem Konzern hält, will die Eigenständigkeit von Rhön bewahren und an Bord bleiben. „Freiwillig ziehe ich mich nicht zurück“, sagte er im November. Rhön will sich künftig auf große Krankenhäuser und spezialisierte Kliniken konzentrieren, die bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen führend sind.

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