Ernährung

Studie: 63 Prozent der Bürger lehnen Gen-Food ab

Die Deutschen wollen sich gegen die Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel schützen. Milch, Eier und Butter können aus Tieren stammen, denen genmanipuliertes Futter gegeben wurde. Bislang gibt es keine Möglichkeit, das nachzuvollziehen.

In Reformhäusern sind Kunden sicher vor Gen-Food. (Foto: Reformhaus/Luca Abbiento)

In Reformhäusern sind Kunden sicher vor Gen-Food. (Foto: Reformhaus/Luca Abbiento)

Die große Mehrheit der Deutschen sprechen sich nach den Ergebnissen der Reformhaus-Studie gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel aus. 68 Prozent der Frauen wollen sicher gehen, dass Lebensmittel frei von Genmais und gentechnisch modifizierten Hilfs- und Zusatzstoffen sind (Männer 58 Prozent). 1.977 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger hatten an der Umfrage, durchgeführt vom Nürnberger Meinungsforschungsinstitut GfK, teilgenommen.

Wenige Verbraucher wissen, dass hierzulande an Mastvieh verfüttertes, gentechnisch verändertes Soja zwar deklariert werden muss, die im Verkauf liegenden Produkte dieser Tiere wie Fleisch, Milch, Eier und Butter allerdings nicht. „Im Reformhaus sind die Konsumenten beim Einkauf auf der sicheren Seite“, erklärt Rainer Plum, Vorstand der neuform Vereinigung deutscher Reformhäuser, die mit dem neuform Qualitätssiegel schon vor vielen Jahren einen strengen Standard definiert hat. Durch die alltäglichen Kaufentscheidungen für garantiert gentechnikfreie Produkte könnten die Deutschen Einfluss auf politische Entscheidungen und die Landwirtschaft nehmen, so Plum.

In der aktuellen Studie wird deutlich, dass die Deutschen großen Wert auf die Qualität und eine nachhaltige Produktion von Lebensmitteln legen. 64 Prozent fordern demnach mehr artgerechte Tierhaltung. Fast ebenso viele, 60 Prozent, möchten Geschmacksverstärker sowie künstliche Aromen und Farbstoffe aus den Regalen verbannen. An die Adresse der Landwirtschaft richtet sich die Forderung von 53 Prozent, auf chemisch-synthetische Pestizide (Pflanzenschutzmittel) zu verzichten.

In der vergangenen Woche hatte die Europäische Union die Weichen dafür gestellt, Genmais 1507 zum Anbau zuzulassen. Die Bundesregierung enthielt sich der Stimme (mehr hier).

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