Akademie Praxis und Wissenschaft feiert 40jähriges Bestehen und setzt auf die digitale Zukunft

APW-Vorsitzender Dr. Norbert Grosse sieht die Fortbildungsinstitution der DGZMK mit neuem…

Düsseldorf. Die Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) hat dentale Fortbildungsgeschichte geschrieben. Nicht nur, dass die erfolgreiche Tochter der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) in diesem Jahr ihr 40jähriges Bestehen und damit ein rundes Jubiläum feiert - mit dem Angebot des Grundkurses "Allgemeine Zahnheilkunde" hat sie schon 1974 den Grundstein für das heutige curriculäre Fortbildungssystem insgesamt gelegt. Die Zeiten solcher Alleinstellung sind allerdings längst passé: "Es ist angesichts eines umkämpften Marktes und neuer Möglichkeiten zahnmedizinischer Fortbildung inzwischen schwer geworden, das fachlich fundierte und jeweils passende APW-Angebot zu platzieren", hat der Vorsitzende des Direktoriums der APW, Dr. Norbert Grosse (Wiesbaden), festgestellt. Man werde das 40jährige Bestehen zwar gebührend feiern und erwartet in diesem Zusammenhang in diesem Jahr auch das 5000. APW-Mitglied. Aber gleichzeitig ist das Jubiläum auch eine Herausforderung für die Zukunft, die Fortbildung den Anforderungen der Zeit anzupassen. Mit der Entwicklung des Fachs und den veränderten Fortbildungsformaten hat sich auch die APW im Lauf der Zeit weiter entwickelt. Der Ruf nach "Spezialisierung" wurde unter der Kollegenschaft aufgrund der hohen Zahl neuer zahnmedizinischer Erkenntnisse immer deutlicher hörbar. Deshalb hat die APW ihr Angebot kontinuierlich weiterentwickelt. Das Angebot der APW ist modular aufgebaut und bietet in seinen strukturierten und zertifizierten Inhalten ein perfektes Fortbildungsangebot in allen Fachbereichen der Zahnmedizin. Dazu zählen zunehmend auch Online-Angebote. "In anderen Bereichen der Lehre sind digitale Lernangebote längst etabliert, weil die Präsenzveranstaltungen doch mit hohen Kosten und Ausfallzeiten verbunden sind", weiß Dr. Norbert Grosse. "In der Zahnmedizin wird dieser Faktor mit der Zeit auch an Bedeutung gewinnen, denn die Richtung zeigt, dass wir immer mehr Frauen in unserem Beruf haben, die die Fortbildungszeiten mit ihren familiären Anforderungen in Einklang bringen müssen." Grosse ist davon überzeugt, dass sich die Wissensakquise schon jetzt mehr und mehr auf das rechnergestützte Lernen fokussieren wird und dieser Trend weiter zunimmt. Hinzu kämen die Möglichkeiten des "Mobile Learnings" mit Smartphones und Tablet-PC an allen gewünschten Orten und zu jeder Zeit, ein Phänomen das in der jüngeren Generation nichts Ungewöhnliches mehr darstellt. Und genau für diese Herausforderung sieht der Vorsitzende die APW bestens aufgestellt. Mit der neuen digitalen Wissensplattform "owidi" (Orales Wissen Digital) wird sich ein Portal mit bislang unbekannten Möglichkeiten der Wissensgewinnung in Originalquellen, des fachlichen Austausches oder eben auch der Fortbildung öffnen, das es so noch nicht gab. Im Mittelpunkt steht dabei die Suchtechnologie "myQ", die Zugriff auf digitale Medien der größten zahnmedizinischen Fachverlage bietet. Dr. Grosse: "Stichwort ist hier das 'informelle' Lernen, d.h. ich habe ein Problem, gebe es ein und bekomme in einer Ergebnisliste viel Literatur und Videos zu meiner Suchanfrage." Parallel mit dem Start von owidi wird die APW-Website so umgestellt, dass sowohl die Möglichkeit des Online-Buchens für Einzelveranstaltungen als auch die Etablierung von virtuellen, teilnehmer-zugänglichen Kursräumen mit digitalen Lerninhalten und Kursinformationen sowie des kollegialen Austausches untereinander ermöglicht werden. "Das werden wir in diesem Jahr vollenden und dann schließen wir den Kreis zwischen 'informeller' schneller Wissensgenerierung und dem 'kursorischen' Fortbildungsangebot und fügen dem Präsenzlernen eine digitale Komponente hinzu", freut sich Grosse. Noch bis Ende der 90er Jahre galt das Curriculum "Allgemeine Zahnheikunde" der APW als nahezu einzige modulare strukturierte Fortbildung, mit der Zahnmediziner/innen ihre Studienkenntnisse auffrischen konnten. Im Rückblick hält der APW-Vorsitzende fest: "Den steilen Anstieg der Teilnehmer- und Mitgliedszahlen verfolgen wir ab 1997, als aufgrund der Wissensentwicklung in den einzelnen Fachgebieten der Wunsch nach einem Fortbildungsnachweis in Form einer 'Spezialisierung' oder 'Zertifizierung' in die strukturierten, modularen Fortbildungsserien umgesetzt wurde. Zurzeit laufen immer noch 25 Serien zeitgleich in der APW und die Tendenz ist derzeit wieder aufsteigend. Mit unseren Tagesveranstaltungen und Einzelkursen versuchen wir, das zahnmedizinische Fachwissen zu aktualisieren und das immer im Schulterschluss mit den Fachgesellschaften. Insgesamt organisieren wir im Jahr zwischen 5.000 und 6.000 Kursplätze." Die Zukunft sieht Dr. Norbert Grosse trotz der neuen Voraussetzungen rund um owidi nicht einfach nur rosig. Dazu ist die Konkurrenz am dentalen Fortbildungsmarkt inzwischen einfach zu groß. "Die größte Herausforderung liegt primär immer darin, die richtigen Fortbildungsinhalte, -formate und -referenten zusammenzustellen. Die richtige Balance zwischen den digitalen Lernwelten und dem Veranstaltungsangebot vor Ort für den Teilnehmer zu finden, wird ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Dabei werden auch neue Lerndidaktiken mit einem veränderten individuellen Lernmanagement Einzug halten. Das sind große Herausforderungen an Wissensanbieter, die einen hohen Einsatz und auch steigende Investitionen erfordern, um weiter mithalten zu können. Dafür sehen wir uns aber gut aufgestellt!" Pressekontakt: Akademie Praxis und Wissenschaft der DGZMK
Markus Brakel
Liesegangstraße 17a
40211 Düsseldorf
Telefon: 02104 - 50 56 713
E-Mail: markus.brakel@dgzmk.de

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Comments are closed.