Umwelt

Bienensterben ist alarmierend für Wirtschaft und Ernährung

Sterben die Bienen weiterhin so schnell wie in den vergangenen zehn Jahren, wird es einige Lebensmittel bald nicht mehr geben. Der wirtschaftliche Schaden geht in die Milliarden. Wechselwirkungen zwischen Pestiziden und Pilzschutzmitteln sind vermutlich für das Massensterben der Bienenvölker verantwortlich.

Über die Pollen gelangen die Pestizide in den Bienenstock. Innerhalb von zwei Tagen stirbt das ganze Bienenvolk, nachdem es dem giftigen Stoff einmal ausgesetzt war. (Foto: flickr/blunews.org)

Über die Pollen gelangen die Pestizide in den Bienenstock. Innerhalb von zwei Tagen stirbt das ganze Bienenvolk, nachdem es dem giftigen Stoff einmal ausgesetzt war. (Foto: flickr/blunews.org)

Kirschen, Wassermelonen, Kiwis oder Avocados werden es zukünftig nicht mehr auf den Lebensmittelmarkt schaffen, sollte das Bienensterben weiter voranschreiten. Etwa 35 Prozent unserer Nahrungsmittel sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Den Hauptanteil dieser Arbeit übernehmen die Bienen.

Eine neue Studie fand heraus, dass Insektizide und Fungizide die Grundlage für das Massensterben der Bienen bilden. Dabei kommt es auf die Wechselwirkung dieser chemischen Produkte an, die noch immer nicht hinreichend untersucht werden konnten.

Die Produkte der Chemieindustrie gelangen über die Pollen an die Arbeiterbenen, die diese für sie giftigen Stoffe in den Bienenstock tragen. Fungizide hemmen die Abwehrkräfte der Bienen, Pestizide führen dann schneller zu ihrem Tod.

Der tatsächliche Zusammenhang von Bienensterben und Pestiziden konnte in der Studie jedoch nicht belegt werden. Die WirtschaftsWoche berichtet:

„Die Autoren der Studie hatten ursprünglich einen starken Fokus auf Pestizide legen wollen, was jedoch durch die Regierungen der betroffenen Länder untersagt wurde. Ein möglicherweise fataler Fehler, deuten doch aktuelle Studien auf einen erheblichen Einfluss der Pestizide beim Bienensterben hin. Was das extrem hohe Bienensterben im Winter auslöst, konnte deshalb nicht geklärt werden.“

Es wird nicht ausreichen, auf den Einsatz von Pestiziden zur Flugzeit der Bienen zu verzichten. Vielmehr müsste der Einsatz aller potenziell gefährlichen Stoffe so langeverboten werden, bis die Wechselwirkungen der chemischen Stoffe auf Bienen hinreichend untersucht worden sind. Doch die Chemieindustrie wehrt sich dagegen.

Der wirtschaftliche Schaden durch das Bienensterben ist immens. In den USA sind in den vergangenen sechs Jahren Bienenvölker im Wert von 2 Milliarden Dollar gestorben. Die weltweite Bestäubungsleistung der Bienen beziffern Forscher mit 260 Milliarden Euro jährlich.

Kommentare

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  1. Wer das Leben mit Füßen tritt und das auch noch in Geld ausrechnet
    bekommt das zurück ,was durch den großartigen Schwachsinn der
    Wirtschaft erzeugt wurde!!!!!!!!!
    In diesem Fall den Tot der Bienen !!!