Pflege

Pflegereform ist nur effektiv mit Beitragszuschlag

Die Kosten für die Pflegeversicherung werden weiter anstiegen. Derzeit sind 870.00 Schwerstpflegebedürftige keine Vorteile von der geplanten Pflegereform. Die Stiftung Patientenschutz schlägt deshalb vor, einen Beitragszuschlag zu erheben.

Der Stiftung Patientenschutz zufolge ist die geplante Pflegereform unzureichend. „870.000 Schwerstpflegebedürftige und Sterbende erleben durch den ,Referentenentwurf Pflege‘ keine Verbesserung“, heißt es in einer Stellungnahme der Stiftung zu dem Vorhaben von Union und SPD. „Die Generationengerechtigkeit ist weiter gefährdet.“

Die Stiftung schlägt vor, einen Beitragszuschlag für Kinderlose, bessere Leistungen für sterbende Menschen in Pflegeheimen und eine bessere Schmerzversorgung in die Pflegereform zu integrieren. Sterbende Pflegeheimpatienten sollen zudem pflegerisch, medizinisch und finanziell Hospizpatienten gleichgestellt werden. In Anlehnung an die durchschnittliche Verweildauer in Hospizen wird daher eine zusätzliche Pflegestufe bzw. später ein zusätzlicher Pflegegrad für den letzten Lebensmonat gefordert.

Um den steigenden Pflegebedarf zu finanzieren, will die Regierung mit einem Teil der Mehreinnahmen durch die geplante Beitragssatzerhöhung bis 2033 einen Vorsorgefonds finanzieren, der ab dem Jahr 2034 der Pflegeversicherung wieder zugeführt werden soll, berichtet das Ärzteblatt. Aus Sicht der Stiftung Patientenschutz ist das nicht genug. Sie fordert, den Beitrag zur Pflegeversicherung für kinderlose Versicherte von derzeit 2,3 auf 2,6 Prozent zu erhöhen.

Versicherte mit einem Kind sollen den hälftigen Zuschlag zahlen. Dagegen würden Versicherte mit mehr als einem Kind zuschlagsfrei bleiben, wenn es nach der Stiftung ginge. „Diese Regelung muss unbefristet gelten. Das muss uns die Zukunftssicherheit der Pflege Wert sein“, heißt es in der Stellungnahme.

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