Gesundheit

Quecksilber in Energiesparlampen kann Kindern schaden

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Quecksilber bei Kindern Autismus auslösen kann. Das giftige Schwermetall ist in Energiesparlampen enthalten, über deren Entsorgung sich die sonst so regulierungsfreudige EU keine Gedanken gemacht hat.

Die alte Glühbirne war ungefährlich. Die neue Energiesparlampe enthält Quecksilber, von dem Forscher jetzt herausgefunden haben, dass es noch gefährlicher ist als bisher bekannt. (Foto: Flickr/pialicieux)

Die alte Glühbirne war ungefährlich. Die neue Energiesparlampe enthält Quecksilber, von dem Forscher jetzt herausgefunden haben, dass es noch gefährlicher ist als bisher bekannt. (Foto: Flickr/pialicieux)

Der Kontakt mit Quecksilber kann bei Kindern Autismus auslösen. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Wissenschaftler der University of Chicago in einer neuen Studie. In der Studie, die im Fachmagazin PLOS Computational Biology veröffentlicht wurde, untersuchten die Forscher Daten von Krankenversicherungen. In den Anträgen von rund 100 Millionen US-Bürgern über einen Zeitraum von mehreren Jahren fanden die Wissenschaftler einen starken Zusammenhang zwischen Umweltvergiftungen durch Quecksilber und Autismus.

Autismus ist der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns, die sich bereits im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Die WHO geht davon aus, dass sich die Erkrankung bereits während der Schwangerschaft entwickelt und größtenteils genetische Ursachen hat.

Die Erkenntnisse der Studie widersprechen dieser Sicht, wie ein Artikel der Daily Mail berichtet. Autismus hänge den Forschern zufolge viel mehr von den Umwelteinflüssen  als von der genetischen Disposition ab.

„Die Umweltfaktoren spielen eine entscheidende Rolle bei Autismus und wir sollten ihnen mehr Beachtung schenken“, betonte einer der leitenden Wissenschaftler.

Die Risiken eines Ungeborenen, Erkrankungen auf dem autistischen Spektrum (ASD) zu entwickeln, steigen um 283 Prozent, wenn die Eltern hohen Umweltvergiftungen ausgesetzt waren.

Schwangere Frauen, die in den meist verschmutzten Gebieten in den USA lebten (etwa 20 Prozent der Gesamtfläche der USA), hatten ein doppelt so hohes Risiko, ein autistisches Kind zur Welt zu bringen, als Kontrollgruppen in den saubersten Gegenden. Für Frauen, die hohen Quecksilberwerten ausgesetzt waren, stieg das Risiko um 50 Prozent, dass sie ein autistisches Kind bekamen.

Die seit vergangenem Jahr verpflichtenden Energiesparlampen der EU enthalten häufig Quecksilber. Trotz mangelnden Nutzens und massiven Widerstands aus der Bevölkerung wurden sie dennoch eingeführt. Auch Impfstoffe enthalten häufig Quecksilber-Derivate in Form von Thiomersal. Es wird als Konservierungsmittel in den Impfstoffen eingesetzt.

Die Einführung der Energiesparlampen verdanken die Europäer dem beherzten Lobbyismus des damaligen Umweltministers und heutigen Superministers Sigmar Gabriel (SPD).

Auch der investigative Journalist Dan Olmsted ist sich nach jahrelanger Recherche sicher, dass Quecksilber eine entscheidende Rolle bei den steigenden Zahlen von Autismus spielt.

„Quecksilber, einschließlich und ganz besonders Ethylquecksilber in Impfstoffen, hat die von Menschen gemachte und durch ärztliche Behandlung ausgelöste Epidemie des Autismus verursacht“, so Olmsted auf der Webseite Age of Autism.

Kommentare

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  1. Fakt ist: Es besteht KEIN unmittelbarer, zitierfähiger Zusammenhang mit der angeführten Studie von Andrey Rzhetsky und Kollegen von der Universität Chicago zum Zusammenhang von Umweltgiften, Energiesparlampen und Autismus.

    Natürlich kann Quecksilber kann Kindern schwer schaden, vor allem wenn man ihm chronisch (also über einen längeren Zeitraum hinweg) ausgesetzt ist. Aber gilt das auch für die extrem geringe Menge Quecksilber in Energiesparlampen (2,5mg), das nur bei Zerbrechen der Lampe freigesetzt wird, und sehr schnell durch Beseitigen der Lampe und Lüften wieder vergeht?

    Einer der größte Quecksilber-Freisetzer in den USA sind Kohlekraftwerke. Das erklärt auch, warum in Gegenden mit starker Luftverschmutzung mehr Fälle von Autismus zu registrieren sind. Die Menschen sind den Umweltgiften dadurch chronisch ausgesetzt.

    Die Studie analysierte 100 Millionen Gesundheitsakten in den USA und fand heraus, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Autismus und geistigen Behinderungen sowie Fehlbildungen der Genitalien bei männlichen Neugeborenen. Da solche Fehlbildungen der Genitalien bei den Babies durch Umweltgifte aller Art im Körper der Eltern (!) begünstigt werden, sind die Forscher der Meinung, dass auch Autismus und geistigen Behinderungen durch Umweltgifte gefördert werden können. Belegt ist das nicht!

    Natürlich ist Quecksilber ein schweres Umweltgift, aber die besagte Studie macht überhaupt keine konkreten Aussagen zu Energiesparlampen und Quecksilber und Autismus. Die Redaktion der DGN hat sich hier eine Studie “zurechtgebogen”, um eigene Statements angeblich belegen zu können.

    http://www.ploscompbiol.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pcbi.1003518