Forschung

Mini-Roboter bauen Medizinequipment im Körper

Mini-Roboter können nach der Injektion in den menschlichen Körper durch die Blutbahn transportiert werden und erstellen Medizin-Equipment im Körper. Die Einzelteile werden von den Greifarmen der Roboter zusammengebaut. Die Steuerung erfolgt durch ein äußerliches Magnetfeld.

Kleine Roboter sollen eines Tages medizinische Geräte im Inneren des Körpers zusammenzubauen. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University haben jetzt eine einfache Version von Mikro-Robotern hergestellt.

Mit einer Spritze sollen winzige Teile in den menschlichen Organismus gelangen, wo sie von Mini-Robotern mit Greifarmen zusammengebaut werden sollen. (Foto: Flickr/Sascha Kohlmann)

Mit einer Spritze sollen winzige Teile in den menschlichen Organismus gelangen, wo sie von Mini-Robotern mit Greifarmen zusammengebaut werden sollen. (Foto: Flickr/Sascha Kohlmann)

Sie bestehen aus Stäben magnetischen Materials. Jeder Roboter ist rund einen Millimeter lang und hat zwei Greifarme. Ein Magnetfeld ermöglicht es, sie zu bewegen und die Greifarme zu bedienen.

Frühere Roboter dieser Art mussten mit einem Kontrollgerät verbunden werden und waren daher für den Einsatz im menschlichen Körper nicht geeignet.

Andere Versionen konnten sich nicht bewegen und gleichzeitig Objekte fassen. Laut Forscher Metin Sitti können die neuen Roboter bewegt werden, egal ob ihre Greifarme offen oder geschlossen sind, berichtet das Magazin New Scientist. Details der Studie wurden im Fachmagazin Advanced Functional Materials veröffentlicht.

Bis jetzt haben die Roboter kleine Objekte transportiert und Brücken aus Stäben mit einer Y-Form gebaut. Sitti hofft, dass spätere Versionen mit Bauteilen für Mikromaschinen in den Körper injiziert werden können. Diese Maschinen würden mit dem Blut schwimmen und könnten bei der Heilung von Wunden helfen.

Dem Experten nach müssen die Bauteile kleiner werden, damit sie leichter in den Körper gelangen können. „Es macht aber keinen Sinn, wenn sie zu klein sind. Der Roboter soll schließlich im Inneren des Körpers zusammengebaut werden“, so Sitti.

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