Fußball

Dengue-Fieber gefährdet Fußball-WM in Brasilien

Forscher sehen für die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, die am 12. Juni beginnt, Ansteckungs-Risiken mit dem Denguefieber. Auch Spielorte der deutschen Mannschaft sind betroffen.

Forscher aus Spanien, Brasilien und Großbritannien haben ein Modell entwickelt, mit dem sich das Übertragungsrisiko des Denguevirus ermitteln lässt. Der Virus wird durch Stiche der ägyptischen Tigermücke übertragen. Dies könnte Reisenden zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Brasilien dabei helfen, ihre Gefährdung für eine Infektion mit dem Denguefieber abzuschätzen.

Reisende zur Fußball-WM sollten vor der Abreise an einen entsprechenden Mückenschutz denken. (Foto: Flickr/Thomás)

Reisende zur Fußball-WM sollten vor der Abreise an einen entsprechenden Mückenschutz denken. (Foto: Flickr/Thomás)

Entscheidend für die Ausbreitung der Mücken sind unter anderem Niederschläge und die anschließenden Temperaturverhältnisse. Daher greifen die Forscher zur Ermittlung des Übertragungsrisikos auf die Echtzeitdaten verschiedener Klimavorhersagen zurück.

Sie kombinierten diese Daten mit epidemiologischen Informationen zur Verbreitung des Denguefiebers in Brasilien. Nach Angaben der Forscher hat es in Brasilien seit dem Jahr 2000 rund sieben Millionen Dengue-Fälle gegeben.

Mithilfe ihres Modells können die Forscher das Übertragungsrisiko bis zu drei Monate in die Zukunft berechnen. Daher sind Abschätzungen für den Zeitraum der Fußball-WM bereits möglich. Die Weltmeisterschaft beginnt am 12. Juni. Das Finale findet am 13. Juli statt.

Das höchste ermittelte Risiko für Denguefieber-Erkrankungen gibt es dem Modell zufolge in den Austragungsorten Natal, Fortaleza und Recife. Davon ist auch die die deutsche Nationalmannschaft betroffen. Sie spielt am 21. Juni in Fortaleza ihr Vorrunden-Match gegen Ghana und am 26. Juni in Recife gegen die USA.

In Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Manaus und Salvador, wo die DFB-Elf am 16. Juni gegen Portugal antritt, gibt es eine mittlere Wahrscheinlichkeit, dass es zur Exposition mit infizierten Tigermücken kommen kann.

Für die WM-Endrunde und alle anderen Austragungsstädte sehen die Forscher nur ein geringes Risiko. Reisende in die betroffenen Regionen Brasiliens sollten aber schon vor der Abreise an Mückenschutz denken.

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