Therapie

EyeTechCare setzt Ultraschall gegen grünen Star ein

Das französisches Unternehmen EyeTechCare hat eine nicht-invasive Methode zur Behandlung des grünen Stars entwickelt. Dieser gilt als eine der Hauptursachen für Blindheit.

Mit EyeOP1 erhalten die Ärzte eine nicht-invasive Methode zur Behandlung des grünen Stars. (Foto: Flickr/Orbis UK)

Mit EyeOP1 erhalten die Ärzte eine nicht-invasive Methode zur Behandlung des grünen Stars. (Foto: Flickr/Orbis UK)

EyeTechCare nutzt Ultraschall, um den grünen Star zu behandeln. Dieser gilt als eine der Hauptursachen für Blindheit.

Die Ultraschalltechnologie ist eine Alternative zu chirurgischen Eingriffen. „Es ist eine nicht-invasive Methode zur Behandlung der Krankheit“, zitierte die Financial Times Philippe Chapuis, den Mitbegründer und stellvertretenden Chef von EyeTechCare. Die Ultraschallmethode sei daher sicherer als alternative Verfahren.

Grüner Star, auch Glaukom genannt, bezeichnet eine Reihe von Augenerkrankungen, bei denen die optischen Nervenfasern zerstört werden. Es entstehen Gesichtsfeldausfälle, die bis zur totalen Erblindung führen können, wenn keine Behandlung stattfindet.

Vom grünen Star sind 65 Millionen Menschen betroffen. Er ist nach Aussagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit der zweithäufigste Grund für Blindheit.

Chapius betonte, dass die EyeOP1-Technologie nicht die erste Anwendung von Ultraschall zur Behandlung des grünen Stars sei. Doch in der Vergangenheit sei nicht die nötige Präzision angewandt worden. „Wir zielen auf einen sehr kleinen Teil des Auges ab. Wir müssen sehr genau sein.“

Die Technologie ist in Zusammenarbeit mit dem französischen Nationalinstitut für Gesundheit und medizinische Forschung entstanden. Es ist ein einfaches Element, das auf der Oberfläche des Auges platziert und an ein Kontrollmodul angeschlossen wird. Es ist leicht einzusetzen und relativ preiswert. Eine sterile Umgebung ist nicht notwendig.

EyeOP1 ist bereits zur Behandlung von mehr als 1.000 Patienten in Europa und Israel eingesetzt worden, seit die Methode 2012 gestartet wurde. Die Behandlung kann den Sehverlust nicht umkehren, aber sie kann ihn verringern.

Das französische Unternehmen hofft, in den kommenden fünf bis zehn Jahren weitere 100.000 Patienten behandeln zu können. Zuvor sind jedoch zusätzliche klinische Studien notwendig, um die nötige Zustimmung der Behörden zu erhalten. „Es ist ein langer Weg von einer Idee zum Start eines Produkts“, sagte Chapius.

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