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Sun Pharma darf Übernahme trotz Insiderhandel fortsetzen

Das zuständige indische Gericht hat dem Konzern Sun Pharma erlaubt, die Übernahme des strauchelnden Rivalen Ranbaxy fortzusetzen. Wegen Insiderhandels war die Transaktion vorübergehend gestoppt worden. Sollte die Übernahme gelingen, würde Sun Pharma eines der führenden fünf Unternehmen für Generika gemessen am Umsatz.

Der indische Konzern Sun Pharma darf die Übernahme des Rivalen Ranbaxy fortsetzen. Ein indisches Gericht hat den vorübergehenden Stopp des Deals wieder aufgehoben, den es im April wegen des Verdachts auf Insiderhandel verhängt hatte.

Das Gericht von Andhra Pradesh hatte dem Antrag von zwei Investoren stattgegeben und die Übernahmeverhandlungen gestoppt. Die Richter wollten zunächst darüber entscheiden, ob die Aufsichtsbehörden den Verdacht des Insiderhandels untersuchen müssen. Nun hat das Gericht den Fall der indischen Börsenaufsicht übergeben und den Übernahmestopp wieder aufgehoben, berichtet die Financial Times.

Sun Pharmas Rivale Ranbaxy steht unter Druck, nachdem er in den USA verfälschte Arzneimittel verkauft hat. (Foto: Flickr/Dominique Godbout)

Sun Pharmas Rivale Ranbaxy steht unter Druck, nachdem er in den USA verfälschte Arzneimittel verkauft hat. (Foto: Flickr/Dominique Godbout)

Die Entscheidung, grünes Licht für die Fortsetzung der Übernahmeverhandlungen zu geben, war vom Obersten Gericht in Gang gesetzt worden. Dieses hatte die durch das niedere Gericht angesetzte Anhörung infrage gestellt und auf eine Entscheidung innerhalb weniger Tage gedrungen.

Der Konzern Sun Pharma hatte am 7. April angekündigt, dass er 3,2 Milliarden Dollar für Ranbaxy zu zahlen bereit ist. Kurz zuvor legten die Aktienpreise von Ranbaxy massiv zu. Daher wurde den Verantwortlichen Insiderhandel vorgeworfen.

Ranbaxy gehört zu 64 Prozent dem japanischen Konzern Daiichi Sankyo war einst Indiens größter Pharmakonzern. Doch jetzt strauchelt das Unternehmen, auch deswegen weil es 2013 in den USA eine Strafe von 500 Millionen Dollar zahlen musste. Es hatte dort verfälschte Arzneimittel verkauft. In der Folge wurde Ranbaxy mit Importverboten auf eine Reihe seiner Produkte belegt.

Sollte die Übernahme gelingen, würde Sun Pharma eines der führenden fünf Unternehmen für Generika gemessen am Umsatz werden, sagen Analysten von Espirito Santo. Zudem würde die Transaktion eine Verbindung des am besten und des am schlechtesten gemanagten Generikaunternehmens bedeuten.

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