Honorare

Männliche Hausärzte haben höhere Honorare

Männliche Hausärzte übernehmen mehr Fälle als weibliche Hausärztinnen. Diese sind häufiger in Teilzeit tätig. Daher erwirtschafteten Männer in der hausärztlichen Versorgung auch ein höheres Honorar.

Männliche Hausärzte übernehmen mehr Fälle und haben höhere Honorare. (Foto: Flickr/Life Mental Health)

Männliche Hausärzte übernehmen mehr Fälle und haben höhere Honorare. (Foto: Flickr/Life Mental Health)

Hausärztinnen behandeln im Schnitt weniger Patienten als ihre männlichen Kollegen. „Sie machen genau das gleiche, aber insgesamt weniger“, zitiert die ÄrzteZeitung den Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH), Ekkehard Becker.

Becker bezieht sich dabei auf Verordnungs- und Abrechnungsdaten der KVSH aus dem Jahr 2012. Seit die KVSH 2006 ihren ersten Versorgungsbericht vorgelegt hat, ist der Anteil der weiblichen Hausärzte deutlich gestiegen. Im Jahr 2012 waren 37 Prozent der Hausärzte in Schleswig-Holstein weiblich. In der Altersgruppe bis 49 Jahre war ihr Anteil annähernd gleich (364 Frauen, 381 Männer).

Allerdings sind die Hausärztinnen häufiger in Teilzeit tätig als ihre männlichen Kollegen. Daher erwirtschafteten Männer in der hausärztlichen Versorgung auch ein höheres Honorar als ihre weiblichen Kolleginnen.

„Das liegt nicht daran, dass Frauen eine ganz andere Medizin machen, sondern es sind letztendlich die Fallzahlen. Wer Teilzeit tätig ist, kann eben nicht so viele Patienten versorgen“, sagt Becker. Weibliche Hausärzte behandelten im Schnitt ein Viertel weniger Fälle als ihre männlichen Kollegen „Das zieht sich durch alle Altersgruppen“, so Becker weiter.

Die Honorarunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Hausärzten gehen ab dem 50. Lebensjahr leicht zurück. Jüngere männliche Hausärzte verdienen im Durchschnitt über 50.000 Euro mehr im Jahr als ihre weiblichen Kollegen. Mit höherem Alter fällt die Einkommensdifferenz etwas geringer aus.

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