„Auf den Punkt“ und effizient: APW-Fortbildungsangebot hat sich dem Bedarf angepasst

Direktoriums-Mitglied Dr. Stefan Fickl betreut curriculäre Fortbildungen: Trotz E-Learning-Modulen…

Als Flaggschiff zahnmedizinischer Fortbildung steuert die APW (Akademie Praxis und Wissenschaft) mit der Erfahrung von über 40 Jahren weiter auf Erfolgskurs. Dabei hat sie dem Wandel in der dentalen Welt stets Rechnung getragen. Standen am Anfang eher generalistische Auffrischungen des im Studium erlangten Fachwissens im Vordergrund, trägt das APW-Angebot von heute dem intensiven Verlangen nach Spezialisierungen bei Zahnärztinnen und Zahnärzten Rechnung. Im Rahmen seiner Direktoriumsarbeit bei der APW leitet Dr. Stefan Fickl die curriculare Fortbildung im Bereich der Parodontologie und kümmert sich hinsichtlich der Einzelkursfortbildung auch um die ästhetische Zahnheilkunde, die Parodontologie, sowie die Implantologie. Im Interview verrät er, warum es sich lohnt, die Curricula und weiteren Fortbildungsangebote der APW zu nutzen. Frage: Was muss ein Fortbildungs-Anbieter im Bereich der ZMK heute leisten, damit er möglichst breite Akzeptanz erfährt und wie reagiert die APW auf die damit verbundenen Notwendigkeiten?

                                                 

                                                                   Abb. PD Dr. Stefan Fickl

Dr. Fickl: "Die Ansprüche an einen Fortbildungs-Anbieter haben sich gewandelt. Die Spezialisierung vieler Kollegen, aber auch die begrenzte zur Verfügung stehende Zeit sorgt dafür, dass Fortbildung 'auf den Punkt' und effizient sein muss. Für die APW bedeutet diese Entwicklung zwei Dinge: einerseits werden wir weiterhin dafür stehen, wofür wir schon immer bekannt sind: hohe Qualität der Referenten bei einer guten Mischung aus wissenschaftlich dokumentierten Grundlagen sowie klinisch anwendbaren Konzepten. Auf der anderen Seite öffnen wir uns flexibleren Fortbildungskonzepten, so z.B. das digitale Lernen, Update-Veranstaltungen in zentralen Orten, um An- und Abreise so kurz wie möglich zu halten, und neue curriculären Fortbildungsangebote wie z.B. das Curriculum Schlafmedizin oder das Curriculum Allgemeine Zahnheilkunde." Frage: Jedes der drei Fachgebiete, die Sie im Rahmen des Fortbildungsprogramms der APW mitbetreuen, trägt ein wenig "Boom"-Charakter in sich. Beispielsweise die Ästhetische Zahnheilkunde, die beim gesellschaftlichen Hang zum Perfektionismus stark an Bedeutung gewonnen hat. Treten Funktion und Rekonstruktion hinter optischen Anforderungen zurück? Dr. Fickl: "Ganz sicher ist die ästhetische Zahnheilkunde eines der "Boom"-Fächer der letzten Jahre. Zähne als Ausdruck der eigenen Lebensqualität spielen für unsere Gesellschaft eine immer größere Rolle. Auf der anderen Seite ist dies für einen Mediziner auch eine Gratwanderung, denn die ästhetische Zahnheilkunde sollte nicht zum Selbstzweck betrieben werden. Dies wird in dem gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ) aufgelegtem Curriculum und den Einzelkursen auch großgeschrieben: die Behandlung der Erkrankung und das Prinzip "nihil nocere" stehen im Vordergrund! Es spricht aber doch nichts dagegen, dabei das Lachen unserer Patienten zu verschönern! Und in diesem Gebieten hat sich einiges getan: die Anwendung vollkeramischer Werkstoffe, minimalinvasive Komposittechniken und auch die Möglichkeiten der Verbesserung der roten Ästhetik über kleine muko-gingivale Eingriffe. All diese Facetten der ästhetischen Zahnmedizin werden im Curriculum praxisnah vermittelt und in ausgewählten Einzelkursen vertieft." Frage: Wohl kein Fach hat einen solchen Nachfrageschub erlebt wie die Implantologie. Was zeichnet das mit der DGI aufgelegte Curriculum aus? Dr. Fickl: "Die Implantologie ist seit ihrer Einführung in die Zahnheilkunde ein spannendes Fach für Kollegen. Sie verbindet anspruchsvolle chirurgische Techniken mit mechanischen Überlegungen und kann die Lebensqualität unserer Patienten nachhaltig verbessern. Das mit der Deutschen Gesellschaft für Implantologie organisierte Curriculum Implantologie zeichnet sich durch seine praxisnahen Fortbildungsmodule aus. Viele der Referenten sind langjährige Anwender und geben auch über praktische Hands-On Kurse ihr Wissen weiter, so dass viele der gelernten Behandlungen schnell und effizient am Patienten umsetzbar sind." Frage: Auch die Parodontologie ist zunehmend gefragt, die DMS IV hatte hier ja alarmierende Prävalenz-Werte zu Tage gefördert. Haben sich das Fach inhaltlich und damit die Anforderungen gewandelt? Dr. Fickl: "Die Parodontologie als Fach hat sich deutlich in Richtung Medizin verschoben. Wir wissen heute sehr genau über die allgemeinmedizinischen Konsequenzen einer Parodontitis Bescheid. Dieses Wissen ist wichtig in der Kommunikation mit dem Patienten und auch den Hausärzten unserer Patienten. Auf der anderen Seite sind die Therapiekonzepte schonender und vorhersagbar geworden. Der Sorge vieler Kollegen, dass die Behandlung einer Parodontitis ja doch nur den Zahnverlust verlangsamt, der können wir heute widersprechen. Unser mit der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie aufgelegtes Curriculum zeigt diese modernen Ansichten einer parodontalen Behandlung auf und gibt dem niedergelassenen Kollegen die Sicherheit, dass parodontale Therapien auch über Jahre und Jahrzehnte erfolgreich sein können." Frage: Wie erleben Sie die Fortbildungen Ihrer Kolleginnen und Kollegen? Hat sich an der Einstellung oder der Intensität in den letzten Jahren etwas verändert und wenn ja, in welche Richtung? Dr. Fickl: "Die Fortbildungslandschaft hat sich sicherlich verändert. Wir beobachten heute, dass die Kollegen sehr viel selektiver ihre Fortbildungen auswählen. Die praxisnahe Vermittlung des Wissens auf einer hohen Qualitätsebene steht hier für die Kollegen im Vordergrund. Auch interessant ist, dass durch das Hinzukommen von web-basierten Fortbildungen die Präsenzveranstaltungen nicht gelitten haben. Trotz der Vorteile eines Webinars oder einer digitalen Live OP hat der persönliche Austausch mit Kollegen und Referenten nicht an Bedeutung verloren und wird in unserem Fach nach wie vor sehr wichtig sein." Das Interview führ Markus Brakel, Pressesprecher der DGZMK.

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