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Sanofi will Potenzpille Cialis ohne Rezept verkaufen

Sanofi will die Potenzpille Cialis in Europa, Nordamerika und Australien als rezeptfreies Medikament beantragen. Die organgefarbene Pille soll jährliche Umsätze in Milliardenhöhe einbringen.

Das französische Pharmaunternehmen Sanofi wird versuchen, das Medikament Cialis des US-Pharmakonzerns Eli Lilly ohne Rezept zu verkaufen. Die beiden Unternehmen haben sich auf die Vertriebsrechte der orangefarbenen Pillen geeinigt, die der Behandlung der erektilen Dysfunktion dienen.

Die Zulassung von Cialis als rezeptfreies Medikament werde Sanofi in Europa, den USA, Kanada und Australien beantragen, berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg. Zudem werde das in Paris ansässige Unternehmen die Pille vermarkten, nachdem gewisse Patente ausgelaufen seien. Weitere Details der Vereinbarung mit Lilly hat Sanofi bisher nicht genannt.

Der Plan gibt Sanofi Zugang zu einem Medikament, das im vergangenen Jahr Umsätze von 2,16 Milliarden Dollar generierte. Ab 2017 können konkurrierende Unternehmen Generika der Pille herstellen und auf den Markt bringen.

Zudem passt der Deal zum Interesse von Sanofi-Chef Chris Viehbacher an Übernahmen im Bereich Verbrauchergesundheit. Das Unternehmen sei unter den führenden Bietern für Mercks rezeptfreie Einheit gewesen, hatten Insider im März berichtet. Später hatte aber Bayer den Zuschlag erhalten und Merck 14,2 Milliarden Dollar gezahlt.

Cialis ist ein Konkurrenzprodukt zu Pfizers Viagra. Der New Yorker Arzneimittelhersteller hatte sich im Dezember mit Teva Pharmaceuticals darauf geeinigt, dass der israelische Hersteller ab 2017 eine generische Version von Viagra in den USA vermarkten wird, unter bestimmten Umständen auch früher.

Nach Angaben der Johns Hopkins University in Baltimore leiden mehr als 18 Millionen US-Bürger an einer erektilen Dysfunktion.

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