Sprache und Beruf – Zur Frage der Deutschkenntnisse in medizinischen Berufen

Der Leidensdruck bei Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten in Bezug auf die steigenden und hartnäckigen Sprachprobleme in der Arzt-Patienten- und in der interkollegialen Kommunikation nimmt merklich zu. Anders als verbrei…

Der Leidensdruck bei Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten in Bezug auf die steigenden und hartnäckigen Sprachprobleme in der Arzt-Patienten- und in der interkollegialen Kommunikation nimmt merklich zu. Anders als verbreitet angenommen, werden die kommunikativen Probleme jedoch nicht nur von den strukturellen Elementen der Sprachen verursacht, sondern entstehen vor allem aus mangelndem Wortschatz, aus Unkenntnis der Spielregeln der Fachkommunikation und aus der mangelnden Kenntnis der dahinter liegenden fachlichen und sozialen Konzepte. Den Umfang des Wortschatzes, die kommunikativen Spielregeln und die Konzeptwelten verschiedener Sprachen aber decken die Bewertungskriterien von gängigen Sprachtests nur unzureichend ab. Gute grammatikalische Mittelstufen- Kenntnisse einer Sprache (Stufe B2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen – GER) sind daher nicht gleichbedeutend mit guten kommunikativen Kompetenzen, schon gar nicht, wenn es um die Fach- und Berufssprache geht. (mehr)

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