Wien: Gesundheitsminister warnt vor Produkten mit Aluminium

Das österreichische Gesundheitsministerium empfiehlt den Konsumenten, keine Produkte mit Aluminium zu verwenden. Das Metall ist in Alufolie, Kosmetika und Lebensmittel enthalten. Bislang wurde es von der Industrie als völlig harmlos verkauft. Nun hat erstmals eine europäische Regierung eine Gesundheitswarnung herausgegeben.

Das österreichische Gesundheitsministerium empfiehlt, keine unbeschichteten Gefäße aus Aluminium und keine Alufolie zum Zubereiten und Aufbewahren von stark säurehaltigen Lebensmitteln zu verwenden. (Foto: Flickr/Arne Hulstein)

Das österreichische Gesundheitsministerium empfiehlt, keine unbeschichteten Gefäße aus Aluminium und keine Alufolie zum Zubereiten und Aufbewahren von stark säurehaltigen Lebensmitteln zu verwenden. (Foto: Flickr/Arne Hulstein)

Konsumenten sollen vorsorglich auf Produkte mit Aluminium verzichten: Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger warnt alle Bürger vor den Gefahren des Metalls, das bisher in Kosmetika ebenso vertreten war wie es als Verpackung für Schulbrote verwendet wurde.

Erst kürzlich waren Forschungen bekannt geworden, denen zufolge Aluminium bei Deos Brustkrebs auslösen könne.

Zwar könne die Gesundheitsgefährdung derzeit weder bestätigt noch widerlegt werden, es ist allerdings ratsam, vorsorglich auf die Produkte zu verzichten, die Aluminium enthalten”, betont der Minister – da Langzeiteffekte bei vielfältiger Anwendung unterschiedlicher Produkte bisher nicht erfasst werden konnten.

Das Ministerium empfiehlt, keine unbeschichteten Gefäße aus Aluminium und keine Alufolie zum Zubereiten und Aufbewahren von stark säurehaltigen Lebensmitteln (wie z. B. Tomatensauce, Rhabarberkompott, Apfelmus, etc.) zu verwenden.

Eine neue Studie unter dem Titel „Aluminium-Toxikologie und gesundheitliche Aspekte körpernaher Anwendungen“ informiert über mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Aluminium und seinen Verbindungen in verbrauchernahen Produkten.

Das österreichische Magazin Konsument.at schreibt: „Ob Aluminium tatsächlich die Gesundheit gefährdet, kann zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch widerlegt werden. Experten empfehlen dennoch, die aufgenommene Menge möglichst gering zu halten. Der Großteil an Aluminium wird bereits über Lebensmittel aufgenommen. Demnach wäre ein Verzicht auf aluminiumhaltige Deos und Antitranspirants ratsam.“ Die wöchentlich tolerierbare Gesamtaufnahme an Aluminium liege bei 1mg pro kg Körpergewicht. Bereits eine einmalige tägliche Verwendung aluminiumhaltiger Antitranspirants könne ausreichen, um das auszuschöpfen.

Kommentare

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  1. nach dem motto besser sehr sehr spät als nie oder wie darf man das verstehn?? sind doch alles sachen die seit JAHREN bekannt sind aber bei den ganzen dingen die unsre politiker so treiben ( bestechungen entgegennehmen, menschenrechte verlezten, den bürger ausspioniern etc) haben sie wohl erst jz einen bruchteil einer nanosekunde aufgepasst und das richtige getan . .