Wirtschaft

Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen stetig an

Die Gesamtausgaben für Gesundheit liegen rund zwei Prozent über dem EU-Durchschnitt. Jedes Jahr steigen die Kosten um einen Prozentpunkt. Das Arzneimittel-Neuordnungsgesetzt habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kosten in den vergangenen Jahren nicht schneller angestiegen sind, berichtet die OECD.

Anteil der gesundheitsausgaben am BIP in Prozent, privat und öffentlihc, OECD Staaten, 2012. (Quelle: OECD Health Statistics 2014.)

Anteil der gesundheitsausgaben am BIP in Prozent, privat und öffentlihc, OECD Staaten, 2012. (Quelle: OECD Health Statistics 2014.)

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen langsam und stetig. Jedes Jahr geben Deutsche etwa 1 Prozent mehr aus als im Jahr zuvor. Für 2012 beliefen sich die Gesamtausgaben für Gesundheit auf 11,3 Prozent des BIP und lagen damit um 2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der OECD-Länder (9,3%), wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitteilt.

Am höchsten sind die Ausgaben in den USA (16,9% des BIP), in den Niederlanden (11,8%), Frankreich (11,6%), und in der Schweiz (11,4%). Der Staat finanziert im OECD-Durchschnitt 72 Prozent der Gesundheitsausgaben. In Deutschland ist die Quote deutlich höher (77%).

Die Arzneimittelpreise sind der OECD zufolge in den Jahren 2011 und 2012 gesunken. Dieser Rückgang sei auf das Arzneimittel-Neuordnungs-Gesetz zurückzuführen. Demnach wird jedes neue Medikament auf seinen Mehrwert auf dem Arzneimittelmarkt geprüft. Zudem wurden bei patentgeschützten Arzneimitteln hohe Herstellerrabatte gewährt und Preiserhöhungen ausgeschlossen.

Die Lebenserwartung in Deutschland beträgt 81,0 Jahre und liegt leicht über dem OECD-Durchschnitt (80,2). In Japan ist die Lebenserwartung am höchsten (83,2).

Die OECD beobachtet außerdem, dass Menschen weltweit weniger rauchen: „Griffen 1978 noch 29% der Deutschen regelmäßig zur Zigarette waren es 2009 nur noch 22%. Dies entspricht ungefähr dem OECD-Durchschnitt (21%). Schweden, Island, die Vereinigten Staaten und Australien sind Beispiele für Länder, die bemerkenswerte Erfolge bei der Reduzierung des Tabakkonsums erzielt haben; hier liegt der Anteil der Raucher an der Erwachsenenbevölkerung unter 17Prozent.“

Fettleibigkeit habe in den letzten Jahrzehnten in allen OECD-Ländern zugenommen, wenngleich es zwischen den einzelnen Ländern nach wie vor erhebliche Unterschiede gebe: „In Deutschland waren im Jahr 2009 nach Eigenangaben 14,7Prozent der Erwachsenen fettleibig. 1999 lag dieser Wert noch bei 11.5 Prozent.“ Damit liege das Land etwas unter dem OECD-Durchschnitt von 15,4 Prozent im Jahr 2011 und bei knapp der Hälfte des „dicksten“ OECD-Mitglieds: den Vereinigten Staaten. In den USA gebe es mit 28,6 Prozent im Jahr 2012 die mit Abstand höchste Fettleibigkeitsrate, so die OECD.

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