Wirtschaft

Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für das BIP wächst

Der Anteil der Gesundheitswirtschaft am BIP wächst stetig. Jeder siebte Angestellte ist bereits in der Branche tätig. Die Gesundheitswirtschaft wird dieses Jahr 268 Milliarden Euro zur Wertschöpfung beitragen, das sind 60 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2005.

Einem aktuellen Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zufolge bietet die deutsche Gesundheitswirtschaft rund sechs Millionen Menschen Beschäftigung, weitere drei Millionen Arbeitsplätze hängen in anderen Branchen davon ab. „Damit ist die Gesundheitswirtschaft einer der größten Wirtschaftssektoren in Deutschland. Es ist eine hoch innovative Branche mit deutlichen Ausstrahlwirkungen auf andere Bereiche“, sagte Iris Gleicke, die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, für Mittelstand und Tourismus.

Der Anteil der Gesundheitswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt ca. 11 Prozent, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die Gesundheitswirtschaft wird dieses Jahr 268 Milliarden Euro zur Wertschöpfung beitragen, das sind 60 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2005.

„Durch Aufträge von Unternehmen der Gesundheitswirtschaft an Unternehmen anderer Branchen entsteht eine weitere Bruttowertschöpfung als so genannter indirekter Effekt in Höhe von 86 Mrd. Euro. Berücksichtigt man zudem, dass die in der Gesundheitswirtschaft erzielten Einkommen der dort Beschäftigten auch für Käufe in anderen Branchen verwendet werden, wird weitere Wertschöpfung in Höhe von etwa 92 Mrd. Euro induziert“, heißt es in dem Bericht.

Das BMWi will den Krankenstand in Deutschland verringern und somit auch die Krankheitskosten reduzieren. „Unser Ziel ist es, die Gesundheit zu verbessern und Deutschland weiter zum Leitmarkt und Leitanbieter für Gesundheitswirtschaft zu entwickeln“, so Gleicke.

Die Staatssekretärin betonte in diesem Zusammenhang auch, im Mittelpunkt müssten immer der Mensch und sein Wohlergehen stehen: „Wichtigstes Ziel der Gesundheitswirtschaft sind nicht die Produktion von immer mehr Medikamenten und die Durchführung von immer mehr Operationen. Es geht vielmehr um die Verbesserung unserer Gesundheit, um die Vermeidung und Behandlung von Krankheiten.“

Im Bereich der Gesundheitsforschung und Medizintechnik wurden in den letzten sechs Jahren mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) etwa 1.700 Forschungsprojekte mit einer Fördersumme von 225 Mio. Euro unterstützt.

Jeder fünfte Mitarbeiter arbeitet indirekt in der Gesundheitswirtschaft, jeder siebte ist direkt in dem Bereich angesiedelt.

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