Gesellschaft

Achtung: Übermäßige Smartphone-Nutzung macht süchtig

Je öfter man sein Smartphone benutzt, desto stärker steigert sich das Suchtverhalten. Forschern der California State University ist das Verhalten auch aus den Bereichen Spiel, soziale Netzwerke, Pornografie und Sex bekannt.

Das Smartphone ist die Pforte zu neuen Lebensbereichen. Geht es verloren, können Entzugserscheinungen entstehen. (Foto: Flickr/Andres Rodriguez)

Das Smartphone ist die Pforte zu neuen Lebensbereichen. Geht es verloren, können Entzugserscheinungen entstehen. (Foto: Flickr/Andres Rodriguez)

Nimmt man Menschen ihr Smartphone weg, halten sie es nicht einmal zehn Minuten aus, ohne unruhig zu werden. Zu diesem Fazit kommt die California State University. Das Team um Larry Rosen hat 163 Studenten in drei Gruppen aufgeteilt. Probanden, die ihr Handy selten, häufiger und oft nutzten. Die eine Hälfte der Studenten saß ohne Telefone still da. Bei der anderen Hälfte war es zwar ausgeschaltet und nicht in Sichtweite, die Teilnehmer hatten es aber bei sich.

Laut den Experten spielte es keine Rolle, wo sich das Telefon befand. Schon nach zehn Minuten waren jene, die ihr Smartphone sehr viel nutzen, deutlich angespannter als jene, die es nur selten gebrauchten. Die Anspannung nahm insgesamt bis zum Ende des Experiments zu. Die Studienergebnisse werden in Kürze im Fachmagazin „Computers in Human Behavior“ veröffentlicht.

Einer Studie der Bank of America kommt fast die Hälfte der Amerikaner nicht auch nur einen Tag ohne ihr Smartphone aus. US-Experten, die auf Süchte und emotionale Probleme spezialisiert sind, treibt die starke Nutzung von Smartphones immer mehr Menschen in Richtung eines Suchtverhaltens, das auch aus den Bereichen Spiel, soziale Netzwerke, Pornografie und Sex bekannt ist.

„Wir haben immer mehr mit Smartphones zu tun, die dann ein Teil von anderen Lebensbereichen sind“, lässt sich Joel Edwards, Direktor von Morningside Recovery von Marketwatch zitieren. „Diese Technologien fördern ein Suchtverhalten stärker und mit größerer Intensität als es je zuvor der Fall gewesen ist“, so der Experte abschließend.

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