Ausbildung

Azubis in der Pflege verdienen anfangs mehr als Kaufleute

Die Pflegeausbildung bietet gute Perspektiven. Es gibt freie Stellen mit hohen Ausbildungsvergütungen und vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten. Im ersten Ausbildungsjahr verdienen Pflegekräfte mehr als Azubis in kaufmännischen Berufen.

Das Interesse der Jugend an Pflegeberufen kann noch gesteigert werden. (Foto: Flickr/ GIP Intensivpflege)

Das Interesse der Jugend an Pflegeberufen kann noch gesteigert werden. (Foto: Flickr/ GIP Intensivpflege)

Junge Menschen auf der Suche nach beruflichen Perspektiven mit guter Vergütung und Aufstiegschancen werden kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres in Rheinland-Pfalz in der Altenpflege fündig. Die Vergütung in der Pflege liegt bereits im ersten Ausbildungsjahr weit vor vielen kaufmännischen und handwerklichen Ausbildungsberufen. „Pflegekräfte werden dringend gesucht, deshalb bemühen sich die Unternehmen sehr darum, den Auszubildenden ein interessantes Lernumfeld und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), Dieter Hewener.

In Deutschland mangelt es an Pflegekräften. Um für den Altenpflegeberuf zu werben und auf die vielen freien Stellen aufmerksam zu machen, haben der bpa und weitere Verbände jetzt gemeinsam mit Landessozialminister Alexander Schweitzer erneut die Kampagne „Pflegesignal“ gestartet. Landesweit verteilen Vertreter aus Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste in den nächsten Monaten Tausende 50-Cent-Münzen mit dem Slogan „Wenn Sie zu alt sind, um das selbst aufzuheben, sind wir für Sie da, die Altenpflege – pflegesignal.de“.

Für den Ausbildungsstart im Herbst stehen in der rheinland-pfälzischen Altenpflege mehrere Hundert neue und attraktive Ausbildungsplätze zur Verfügung. Interessierte junge Menschen können sich direkt an den bpa wenden, um sofort freie Ausbildungsstellen in Pflegeheimen und ambulanten Diensten genannt zu bekommen.

Mit dem Examen stehen den künftigen Altenpflegefachkräften dann unterschiedliche berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bis hin zu Leitungsfunktionen oder einem fachgebundenen Hochschulstudium offen.

Trotzdem wird es schwer, Jugendliche zu einer Ausbildung im Pflegesektor zu überreden. In Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge mehr Ausbildungsplätze frei als im Vorjahr. Es seien noch rund 194.000 Ausbildungsplätze unbesetzt, berichtete der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf Juni-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Vor zwei Jahren seien um dieselbe Jahreszeit nur 176.000 Ausbildungsplätze frei gewesen. Besonders ernst sei die Situation im Osten Deutschlands. Dort seien noch 37.000 Lehrstellen unbesetzt. „Durch den demografischen Wandel gibt es immer weniger junge Menschen, die wir für unsere Unternehmen gewinnen können“, sagte Lutz Goebel, Präsident des Familienunternehmer-Verbandes, der Zeitung.

Die Bundesagentur hatte Anfang Juli darauf verwiesen, dass noch sehr viel Bewegung im Ausbildungsmarkt sei. Eine aussagekräftige Bilanz sei deshalb erst Ende September nach Beginn des Ausbildungsjahres möglich.

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