Fitness

Studie: Schon fünf Minuten joggen täglich verlängern das Leben

Erstaunlich geringe Anstrengungen reichen aus, um etwas für die Herzgesundheit zu tun. US-Forscher fanden heraus, dass sich schon einige Minuten Jogging am Tag positiv auswirken. Die Geschwindigkeit des Laufs ist dabei nicht entscheidend.

Egal, wie schnell. Täglich fünf Minuten Jogging genügt. (Foto: Flickr/See-ming Lee)

Egal, wie schnell. Täglich fünf Minuten Jogging genügt. (Foto: Flickr/See-ming Lee)

Gute Nachrichten für alle Sportmuffel: Schon fünf bis zehn Minuten Joggen am Tag reichen aus, um das Risiko an einer Herzerkrankung zu sterben, deutlich zu reduzieren. Auch das Tempo spielt keine Rolle.  Zu diesem Schluss kommt eine Langzeit-Studie in den USA.

Die Forscher untersuchten mehr als 55.000 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 100 Jahren über einen Zeitraum von 15 Jahren. Dokumentiert wurde ihr allgemeiner Gesundheitszustand, ob sie liefen und wie lange sie lebten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Journal of the American College of Cardiology. Darin kommen sie zu dem Schluss: Diejenigen, die liefen, hatten im Vergleich zu Nicht-Läufern ein 30 Prozent niedrigeres, generelles Todes-Risiko sowie ein 45 Prozent geringeres Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben. Tatsächlich lebten Läufer im Schnitt ganze drei Jahre länger als diejenigen, die nicht in die Laufschuhe stiegen.

Selbst bei einer Aufsplittung der Daten nach Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index, Rauchen und Alkoholkonsum, waren die Vorteile nach wie vor die gleichen. „Das ist ein wichtiger Hinweis“, zitiert CNN den Kardiologen Dr. Warren Levy, Chefarzt am Virginia Heart in Nord-Virginia. „Selbst mit all den negativen Faktoren wie Übergewicht, Rauchen und Diabetes, war es für diejenigen, die, sagen wir mal, übergewichtig waren und liefen, weniger wahrscheinlich an Herzproblemen zu sterben, als für die übergewichtigen Menschen, die nicht laufen. Das Gleiche gilt für Raucher, Diabetiker und so weiter.“

Auch die Geschwindigkeit und Lauf-Frequenz der im Schnitt 44 Jahre alten Test-Personen förderte keine nennenswerten Unterschiede zutage. Die Daten zeigten, dass selbst Lauf-Anfänger, die weniger als 51 Minuten, weniger als sechs Meilen, langsamer als sechs Meilen pro Stunde oder nur ein bis zwei Mal die Woche liefen, noch immer ein geringeres Risiko hatten als diejenigen, die das nicht taten. Studienleiter D.C. Lee von der Iowa State University und seine Kollegen fanden heraus, dass Läufer, die weniger als eine Stunde pro Woche liefen die „gleichen Sterblichkeits-Vorteile im Vergleich zu Läufern haben, die mehr als drei Stunden pro Woche liefen“. Ergo: Viel hilft in diesem Fall eben doch nicht viel.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt nach Ansicht der Wissenschaftler in der Beständigkeit. Diejenigen Teilnehmer, die konsequent über einen Zeitraum von sechs Jahren oder mehr liefen, hatten die meisten Vorteile. Sie profitierten von ihrer sportlichen Gewohnheit mit einem 29 Prozent geringeren Todes-Risiko aus generellen Gründen und einem 50 Prozent geringeren Risiko an einer Herzerkrankungen oder einem Schlaganfall zu sterben. Nach wie vor gilt es aber zu erforschen, ob es eine Obergrenze für die Intensität der körperlichen Aktivität gibt, ab dem eine weitere Einheit keine weitere Reduktion der Mortalität darstellt.

Die Erkenntnisse einer der umfangreichsten Studien zum Thema sind nach Ansicht von Professor Lee von entscheidender Bedeutung, und zwar gerade für jene, die weder Marathon laufen oder passionierte Athleten seien. Lee ist überzeugt, dass die Ergebnisse Barrieren im Kopf abbauen und mehr Menschen zum Laufen animieren könnte.

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