Diagnose

Gesundheits-Apps können vor Depressionen schützen

Schlafanalyse, Fitness-Tracker und Despressions-Diagnose. Das Smartphone wird zum Gesundheitshelfer. Zur Datenerfassung werden Sensoren benötigt, deren Werte mithilfe von so genannten „Wearables“ aufgezeichnet werden. Apps können die Daten dann verwalten.

In den App-Stores gibt es endlos viele Gesundheits-Apps. (Foto: Flickr/Intel Free Press)

In den App-Stores gibt es endlos viele Gesundheits-Apps. (Foto: Flickr/Intel Free Press)

Das Thema Gesundheit und Medizin ist laut aktueller Deloitte-Studie einer der wichtigsten Trends der kommenden Jahre. Dabei kommt modernen Smartphones eine wichtige Rolle zu: Sie begleiten die Menschen heute rund um die Uhr und wissen daher einiges über deren Gewohnheiten.

Zur Datenerfassung werden Sensoren benötigt, deren Werte mithilfe von so genannten „Wearables“ aufgezeichnet werden. Dies sind zum Beispiel Fitness-Armbänder und Herzfrequenzmesser, auch sie durchliefen den Alltags-Test der Redaktion. „Moderne Smartphones haben meist schon eine Vielzahl von Sensoren integriert und werden mit der entsprechenden App selbst zum Messinstrument“ erklärt Jérôme Lefévre, Hardware-Experte bei handytarife.de. „Ein Beispiel hierfür ist die Menthal-App, die versucht, die Diagnose von Despressionen mit Hilfe der Handys von Betroffenen zu verbessern.“

Smartphone-Apps können schon relativ viel, zum Beispiel Puls messen oder auch Muttermale analysieren. Es gibt Blutdruckmanschetten oder Zuckertestgeräte oder auch Elektroden für das EKG, die man an das Handy anschließen kann“, sagt Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau. „Gerade für chronisch Kranke können Apps durchaus sinnvoll sein, denn die sind schon einigermaßen erfahren im Umgang mit ihrer Krankheit und können so ihr Gesundheitsverhalten ganz gut kontrollieren.“

Im Normalfall seien diese Apps aber eher unterhaltsam als medizinisch relevant. Auf gar keinen Fall ersetzten sie einen Arzt, denn die Programme könnten durchaus auch zu falschen Ergebnissen führen, so Haltmeier. Zum Beispiel, indem sie bösartige Veränderungen bei Muttermalen nicht richtig erkennen oder eine Krankheit signalisieren, „obwohl die Werte eigentlich in Ordnung sind.“

Bevor man eine App herunterlädt und persönliche Angaben macht, sollte man zunächst prüfen, ob das Angebot von einem seriösen Anbieter stammt und was dieser mit den Daten vorhat.

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