Forschung

Menschliches Gehirn: Forscher entdecken Ein- und Ausschalter

Wissenschaftler aus den USA haben durch Zufall eine interessante Region im menschlichen Gehirn entdeckt. Während eines Experiments fanden sie einen „Schalter“, über den eine Person in den Schlafzustand versetzt werden kann. Die neuen Erkenntnisse könnten dazu beitragen, besser zu verstehen, wie unser Gehirn tatsächlich arbeitet.

Forschern ist es gelungen, das Bewusstsein von Frauen auszuschalten. (Foto: Flickr/ Betsssssy)

Forschern ist es gelungen, das Bewusstsein von Frauen auszuschalten. (Foto: Flickr/ Betsssssy)

Während eines Versuchs gelang Mohamad Koubeissi und seinen Kollegen an der George Washington University der Zufallsfund. Die Forscher behandelten eine an Epilepsie erkrankte Patientin mit Strom. Als sie dabei ein bestimmtes Areal trafen, konnten sie das Bewusstsein der Frau an- und ausschalten.

Die Wissenschaftler führten gerade ein Experiment durch, um die Signale des Gehirns zu überwachen. Ziel war es herauszufinden, welcher Bereich des Gehirns der Patientin die Anfälle verursacht. Dazu wurde mit tiefen Hirnelektroden gearbeitet, so anders leben. Als sie das Gebiet dann mit hochfrequenten elektrischen Impulsen versahen, ereignete sich das Unerwartete. Die Frau verlor das Bewusstsein und begann, mit leerem Blick in den Raum zu starren.

Die Patientin reagierte weder auf audio noch visuelle Befehle. Auch ihre Atmung verlangsamte sich. Während dieser Zeit gab es auch keine epileptische Hirnaktivität. Das Team konnte sich also sicher sein, dass es sich nicht um eine Nebenwirkung eines Anfalls handelte. Sobald die Forscher die Stimulation stoppten, erlangte die Frau auch ihr Bewusstsein wieder. An das Ereignis selbst konnte sie sich nicht erinnern.

Koubeissi verglich das Beobachtete mit einem Auto: „Ein Auto auf der Straße hat viele Teile, die seine Bewegung erleichtern – das Gas, das Getriebe, der Motor. Aber es gibt nur einen Ort, wo Sie den Schlüssel drehen und alles schaltet sich ein und arbeitet zusammen. Das Bewusstsein ist zwar ein komplizierter Prozess über viele Strukturen und Netzwerke. Doch wir könnten den Schlüssel dazu gefunden haben.“

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