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„Harmloses“ Virus HCMV kann Langzeitschäden auslösen

Das weit verbreitete Humane Cytomegalievirus (HCMV) begünstigt das Entstehen von Arteriosklerose und kann langfristig Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen. Forscher zeigen, auf welchem molekularen Weg die Infektion zu chronischen Erkrankungen des Gefäßsystems beiträgt.

Weit verbreitet, aber deswegen noch lange nicht harmlos. (Foto: Flickr/Creativity103)

Weit verbreitet, aber deswegen noch lange nicht harmlos. (Foto: Flickr/Creativity103)

Verbreitet, aber nicht harmlos: Etwa die Hälfte der Deutschen hatte mindestens einmal Kontakt mit dem Humanen Cytomegalievirus (HCMV); die Infektion bleibt meist unbemerkt. Nur selten führt das Virus zu schweren Infektionen. Langfristig kann das vermeintlich harmlose Virus allerdings Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen, was Forscher des Exzellenzclusters Cells in Motion (CiM) an der Universität Münster – mit Kollegen aus Ulm und Maastricht – näher untersuchten. Die Forschungsergebnisse hat nun das Fachjournal „Cardiovascular Research“ veröffentlicht.

„Das gesamte Herz-Kreislauf-System des Menschen ist mit Endothelzellen ausgekleidet“, erläutert der Kardiologe und CiM-Forscher Prof. Johannes Waltenberger, einer der Hauptautoren des Artikels: „Diese Zellschicht hat viele wichtige Funktionen, unter anderem für den Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe, die Blutdruckregulation und das Immunsystem. Wir haben herausgefunden, dass HCMV einen wichtigen Signalweg blockiert.

Der sogenannte Vaskuläre Endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF), der die Vitalität und Regenerationsfähigkeit des Endothels erhält, wird so funktionell außer Kraft gesetzt. Die Folge: Das Endothel kann nicht mehr ausreichend regenerieren, die Kommunikation der Zellen untereinander wird unterbrochen.

HCMV begünstigt dadurch das Entstehen der Arteriosklerose (Arterienverkalkung), die langfristig zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen kann. „Die neuen Erkenntnisse erklären auf molekularer Basis, wie schleichende Virusinfektionen zum Zellschaden und somit letztlich zu chronischen Erkrankungen des Gefäßsystems beitragen“, fasst Waltenberger zusammen.

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  1. Obwohl ich viel lese, habe ich von HCMV noch nichts mitbekommen.Woher weiß man denn, daß schon die Hälfte der Deutschen damit Kontakt hatte? Mein Hausarzt oder andere Ärzte haben mich bei dem jährlich gemachten Blutbild noch nie darauf angesprochen.Wie kann dieser HCMV nachgewiesen werden und was kann man dagegen tun?
    Diese Fragen bleiben leider unbeantwortet. Bin gespannt ob mein Hausarzt bei meinem nächsten Besuch diesen Virus kennt!