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Kliniken können bei Versicherungsprämien sparen

Kliniken können den Kostendruck durch Einsparungen bei den Versicherungsprämien senken. Versicherungsanbieter kämpfen im Wettbewerb um die Kliniken als Kunden. Schadensregulierungen können international verglichen und dessen Kosten neu kalkuliert werden.

Der Wettbewerb zwischen den Vermittlern von Versicherungen kann für die Krankenhäuser zu Einsparungen führen. (Foto: Flickr/ 401(K) 2012)

Der Wettbewerb zwischen den Vermittlern von Versicherungen kann für die Krankenhäuser zu Einsparungen führen. (Foto: Flickr/ 401(K) 2012)

Nach Auffassung der Genossenschaft Heilwesennetzwerk RM eG könnten Kliniken bundesweit im Bereich der betrieblichen Versicherungen dauerhaft jährlich Millionen einsparen. Durch eine Kombination von Einzelmaßnahmen haben Kliniken jetzt die Möglichkeit,  Prämien deutlich zu reduzieren und Bedingungen zu optimieren. Kernpunkte des Konzeptes sind eine höhere Transparenz bei den Kosten und beim Schadenmanagement  und damit mehr Wettbewerb innerhalb der Marktangebote, nationale Maklerwettbewerbe und zukünftig das Angebot international üblicher Schadenregulierungsmodelle.

Die deutschen Kliniken stehen unter existentiellem Kostendruck. „Selbst in der schwierigen Haftpflichtsparte können trotz des bislang fehlenden nationalen Wettbewerbs dauerhaft  immense Summen eingespart werden“, so Genossenschaftsvorstand Horst Peter Schmitz, der in der Industrie übliche Versicherungspraktiken auf den Heilwesensektor übertragen will. Das Heilwesennetzwerk ist die Interessenvertretung für Hebammen, Krankenhäuser/Pflegeeinrichtungen und Heilberufe/Pflegeberufe in allen Fragen des Risiko Managements

Als eine der weiteren Ursachen für die anhaltende Preisspierale bei den Krankenhausversicherungen führt Schmitz auch die noch fehlende Erfahrung der Kliniken mit international üblichen Schadenregulierungsmodellen an. Abhilfe könnten dabei künftig Marktangebote auf „claims-made-Basis“ schaffen. Dieses Verfahren zur Schadenbehandlung könne für den Versicherungsnehmer von Vorteil sein, weil der Versicherungsschutz sich an den jeweils aktuellen Deckungssummen und Bedingungen ausrichtet. Eine wichtige Aufgabe der Genossenschaft sei dabei die Aufklärungsarbeit über den richtigen Einsatz dieser Regulierungspraxis sein, die natürlich auch Nachteile beinhalten könne. „Wir beobachten mit großem Interesse, dass selbst Makler, die sich immer vehement gegen solche Modelle ausgesprochen haben, entsprechende Konzepte vorbereitet haben. Aktuell kann aber auch bei Fortführung der klassischen deutschen Deckung  durch das Zusammenführen unterschiedlicher Maßnahmen die Kostenexplosion bei den Krankenhausversicherungen gestoppt und sogar zurückgeführt werden“, so Schmitz.

Zusätzliche Impulse erhofft sich das Heilwesennetzwerk durch die Einführung eines besonderen Wettbewerbs zwischen führenden Vermittlern bei allen anderen betrieblichen Versicherungssparten. Diese Methode habe in einem Praxistest beispielsweise einem großen regionalen Klinik-Verbund beträchtliche Kostenvorteile und eine Optimierung des Bedingungswerkes gebracht.

„Wir helfen den Kliniken zu deutlichen Einsparungen, selbst wenn der Makler nicht ausgetauscht wird“, sagt Schmitz. Genossenschaften häten keine finanziellen Eigeninteressen an einem Versicherungsbestand und seien offen für die Mitgliedschaft aller.

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