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Geschäft mit medizinischen Verpackungen wächst

Die Firma Gerretsheimer konnte ihren Umsatz im dritten Quartal steigern. Das Geschäft mit Verpackungen für den Gesundheitssektor wächst, anlässlich der wachsenden Bedeutung von Generika und dem besseren Zugang zu Medikamenten in den Schwellenländern.

Warenverpackung für medizinische Geräte sind gefragt. (Foto: Gerresheimer.com)

Warenverpackung für medizinische Geräte sind gefragt. (Foto: Gerresheimer.com)

Anlässlich des Kapitalmarkttages bekräftigte Gerresheimer, Hersteller von Verpackungen für den Gesundheitssektor, seine mittelfristige Prognose für das Umsatzwachstum. Für die Jahre 2016 bis 2018 erwartet das Unternehmen durchschnittlich ein jährliches währungsbereinigtes organisches Umsatzwachstum von rund 4 bis 6 Prozent. Darüber hinaus stellte das Unternehmen für den gleichen Zeitraum das Erreichen einer bereinigten operativen Marge von bis zu 21 Prozent in Aussicht. Die Investitionen werden voraussichtlich rund 9 bis 10 Prozent des Umsatzes ausmachen.

„Gesundheit und Wohlbefinden nehmen in ihrer Bedeutung weltweit zu. Wir werden in den erfolgversprechenden Pharmamärkten wachsen, entwickeln innovative Produkte zur sicheren und einfachen Verabreichung von Medikamenten und expandieren mit lokaler Produktion in den wichtigsten Schwellenländern“, sagte Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG vor Investoren und Analysten.

Des Weiteren gab das Unternehmen eine erste Indikation für das Geschäftsjahr 2015, die mit Vorstellung der Jahresbilanz 2014 im Februar 2015 zu präzisieren sein wird. Im Jahr 2015 wird das Unternehmen sein Portfolio optimieren. Das Unternehmen wird weiter standardisieren, um die Kosten zu senken. Weitere Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten in den USA, Indien und Tschechien stehen ebenso auf der Tagesordnung. Gerresheimer geht für das Geschäftsjahr 2015 in einer allerersten Schätzung von rund 1 bis 3 Prozent organischen Wachstum des währungsbereinigten Umsatzes aus. Beim Ergebnis erwartet das Unternehmen 2015 ein Plus von bis zu zehn Millionen Euro. Weiterhin werden rund 9 bis 10 Prozent des Umsatzes investiert werden.

Das Unternehmen sieht sechs wichtige Trends für die Zukunft der Pharmamärkte: Der Patentschutz auf zahlreiche Medikamente läuft aus, gleichzeitig gewinnen Generika im Medikamentenmarkt immer mehr an Bedeutung. In vielen Schwellenländern erhalten mehr Menschen Zugang zum Gesundheitswesen und damit zu Medikamenten. Die regulatorischen Anforderungen an Medikamente nehmen weltweit zu. Schon heute zeigt sich dies in der verschärften Regulierung der amerikanischen Gesundheitsbehörden. Neue Medikamente werden entwickelt, viele davon als Biotech-Medikamente, die besondere Anforderungen an Verabreichung und Verpackung haben. Chronische Krankheiten wie Asthma und Diabetes nehmen weltweit zu. Die Selbstmedikation durch den Patienten gewinnt an Bedeutung.

Im Geschäftsbereich Plastics & Devices entwickelt und produziert das Unternehmen kundenspezifische komplexe Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung und Dosierung von Medikamenten wie Pens, Inhalatoren und vorfüllbaren Glasspritzen. Die Nachfrage nach diesen Produkten steigt insbesondere in Europa und Nordamerika.

 

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