Antibiotikaresistenz: Multispezies-Ausbruch mit Carbapenem-resistenten Enterobacteriaceae

Das Epidemiologische Bulletin 47/2014 berichtet über einen nosokomialen Ausbruch von Kolonisationen und Infektionen mit verschiedenen Spezies Carbapenem-resistenter Enterobacteriaceae, die ein gemeinsames Plasmid tragen. Zwischen Oktober 2013 und September 2014 wurden KPC-2-produzierende Enterobacteriaceae bei über 130 Patienten eines Krankenhauses in Hessen nachgewiesen, dabei handelte es sich größtenteils um Besiedlungen. Trotz intensiver epidemiologischer Analyse konnte zunächst kein Zusammenhang zwischen den Fällen festgestellt werden, zumal es sich um verschiedene Bakterienspezies handelte. Die weitere Untersuchung der Isolate zeigte jedoch, dass in allen Fällen eine Carbapenemase vom Typ KPC-2 nachweisbar war. Dabei hat der hier beschriebene Ausbruch eine ungewöhnlich hohe Zahl an betroffenen Patienten, der sehr wahrscheinlich durch eine Ausbreitung über Nahrungsmittel verursacht wurde. Andererseits ist der Anteil Erkrankter und die Schwere der Erkrankungen niedrig, was ebenfalls durch die lebensmittelbedingte Verbreitung und die nachgewiesenen Erregerspezies mit wahrscheinlich geringer Pathogenität erklärt werden könnte. Das beschriebene nosokomiale Geschehen macht deutlich, dass auch beim gehäuften Auftreten von Nachweisen unterschiedlicher Erregerspezies an das Vorliegen eines nosokomialen Ausbruchsgeschehens gedacht werden muss.

Das Epidemiologische Bulletin 47/2014 berichtet über einen nosokomialen Ausbruch von Kolonisationen und Infektionen mit verschiedenen Spezies Carbapenem-resistenter Enterobacteriaceae, die ein gemeinsames Plasmid tragen. Zwischen Oktober 2013 und September 2014 wurden KPC-2-produzierende Enterobacteriaceae bei über 130 Patienten eines Krankenhauses in Hessen nachgewiesen, dabei handelte es sich größtenteils um Besiedlungen. Trotz intensiver epidemiologischer Analyse konnte zunächst kein Zusammenhang zwischen den Fällen festgestellt werden, zumal es sich um verschiedene Bakterienspezies handelte. Die weitere Untersuchung der Isolate zeigte jedoch, dass in allen Fällen eine Carbapenemase vom Typ KPC-2 nachweisbar war. Dabei hat der hier beschriebene Ausbruch eine ungewöhnlich hohe Zahl an betroffenen Patienten, der sehr wahrscheinlich durch eine Ausbreitung über Nahrungsmittel verursacht wurde. Andererseits ist der Anteil Erkrankter und die Schwere der Erkrankungen niedrig, was ebenfalls durch die lebensmittelbedingte Verbreitung und die nachgewiesenen Erregerspezies mit wahrscheinlich geringer Pathogenität erklärt werden könnte. Das beschriebene nosokomiale Geschehen macht deutlich, dass auch beim gehäuften Auftreten von Nachweisen unterschiedlicher Erregerspezies an das Vorliegen eines nosokomialen Ausbruchsgeschehens gedacht werden muss.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Comments are closed.