Neue Arzneimittel 2014-14: Daklinza® (Daclatasvir) ▼

Die Aussagen zu Daclatasvir (DCV) beruhen auf der Untersuchung von nur wenigen Patienten: Es wurden 126 therapienaive und 41 vorbehandelte Patienten mit Genotyp 1 und 18 Patienten mit Genotyp 3 untersucht. Daten zur Behandlung von Patienten mit Genotyp 1 oder 3 mit Zirrhose fehlen.
DCV führt in Kombination mit Sofosbuvir (SOF) nach 12 Wochen Behandlung bei nicht vorbehandelten Patienten mit Hepatitis-C-Virus(HCV)-Infektion durch den Genotyp 1 ohne Zirrhose bei 100 % zu dauerhafter Virusfreiheit (Sustained Virological Response, SVR) und bei mit Boceprevir oder Telaprevir vorbehandelten in 91 %. Die zusätzliche Gabe von Ribavirin (RBV) beim Genotyp 1 verbessert die SVR nicht weiter. Direkte Vergleiche mit anderen beim Genotyp 1 zugelassenen Behandlungsregimen liegen nicht vor.
Bei 18 Patienten mit HCV-Infektion durch den Genotyp 3 ohne Zirrhose liegen die SVR12-Raten unter der Kombination von DCV mit SOF und RBV über 24 Wochen bei 100 %. Auch hier liegen keine direkten Vergleiche mit anderen beim Genotyp 3 zugelassenen Regimen vor.
Bei therapienaiven Patienten mit HCV-Infektion durch Genotyp 4 mit oder ohne Leberzirrhose, die mit einer Kombination aus DCV über 24 Wochen und pegyliertem Interferon (PEG-IFN)/RBV über 24–48 Wochen behandelt wurden, liegen die SVR12-Raten mit 78–100 % im randomisierten Vergleich signifikant höher als unter PEG-IFN/RBV allein (25–50 %). Nur 9 Patienten hatten eine Zirrhose. Die Kombination von DCV plus SOF wird auch für Patienten mit dem Genotyp 4 empfohlen; Studienergebnisse liegen aber hierfür nicht vor und die Empfehlung für eine Anwendung erfolgte in Extrapolation zu den Daten für den Genotyp 1.
Bei Patienten mit HCV-Infektionen durch Genotyp 5 oder 6 wurde die Wirksamkeit von DCV nicht untersucht.
Bei Patienten mit HCV-Infektionen durch Genotyp 2 ohne Zirrhose werden durch DCV plus SOF über 24 Wochen SVR12 von 93 % erreicht. Eine Empfehlung für ein Behandlungsregime liegt aber nicht vor.
Kreuzresistenzen von DCV mit den NS3-Protease-Inhibitoren sind noch nicht hinreichend geprüft. Bei der Kombination von DCV mit PEG-IFN/RBV sind Durchbrüche unter Therapie in ca. 10 % und Relapse in ca. 3 % beschrieben. Langzeitdaten zur Sicherheit von DCV fehlen bisher.

Die Aussagen zu Daclatasvir (DCV) beruhen auf der Untersuchung von nur wenigen Patienten: Es wurden 126 therapienaive und 41 vorbehandelte Patienten mit Genotyp 1 und 18 Patienten mit Genotyp 3 untersucht. Daten zur Behandlung von Patienten mit Genotyp 1 oder 3 mit Zirrhose fehlen. DCV führt in Kombination mit Sofosbuvir (SOF) nach 12 Wochen Behandlung bei nicht vorbehandelten Patienten mit Hepatitis-C-Virus(HCV)-Infektion durch den Genotyp 1 ohne Zirrhose bei 100 % zu dauerhafter Virusfreiheit (Sustained Virological Response, SVR) und bei mit Boceprevir oder Telaprevir vorbehandelten in 91 %. Die zusätzliche Gabe von Ribavirin (RBV) beim Genotyp 1 verbessert die SVR nicht weiter. Direkte Vergleiche mit anderen beim Genotyp 1 zugelassenen Behandlungsregimen liegen nicht vor. Bei 18 Patienten mit HCV-Infektion durch den Genotyp 3 ohne Zirrhose liegen die SVR12-Raten unter der Kombination von DCV mit SOF und RBV über 24 Wochen bei 100 %. Auch hier liegen keine direkten Vergleiche mit anderen beim Genotyp 3 zugelassenen Regimen vor. Bei therapienaiven Patienten mit HCV-Infektion durch Genotyp 4 mit oder ohne Leberzirrhose, die mit einer Kombination aus DCV über 24 Wochen und pegyliertem Interferon (PEG-IFN)/RBV über 24–48 Wochen behandelt wurden, liegen die SVR12-Raten mit 78–100 % im randomisierten Vergleich signifikant höher als unter PEG-IFN/RBV allein (25–50 %). Nur 9 Patienten hatten eine Zirrhose. Die Kombination von DCV plus SOF wird auch für Patienten mit dem Genotyp 4 empfohlen; Studienergebnisse liegen aber hierfür nicht vor und die Empfehlung für eine Anwendung erfolgte in Extrapolation zu den Daten für den Genotyp 1. Bei Patienten mit HCV-Infektionen durch Genotyp 5 oder 6 wurde die Wirksamkeit von DCV nicht untersucht. Bei Patienten mit HCV-Infektionen durch Genotyp 2 ohne Zirrhose werden durch DCV plus SOF über 24 Wochen SVR12 von 93 % erreicht. Eine Empfehlung für ein Behandlungsregime liegt aber nicht vor. Kreuzresistenzen von DCV mit den NS3-Protease-Inhibitoren sind noch nicht hinreichend geprüft. Bei der Kombination von DCV mit PEG-IFN/RBV sind Durchbrüche unter Therapie in ca. 10 % und Relapse in ca. 3 % beschrieben. Langzeitdaten zur Sicherheit von DCV fehlen bisher.

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