Medizintechnik

Strom auf Papier: Elektrische Tinte revolutioniert Medizintechnik

Durch leitfähige Tinte sollen elektronische Instrumente künftig leichter und flexibler werden. Neue Druckverfahren ermöglichen es, Sensoren einfach auf Papierbasis zu drucken. Elektronische Teststreifen könnten so billiger werden.

Mit dem Grundstoff Papier sollen elektronische Sensoren deutlich billiger werden. (Foto: Flickr/Knowtex)

Mit dem Grundstoff Papier sollen elektronische Sensoren deutlich billiger werden. (Foto: Flickr/Knowtex)

Kanadische Forscher haben leitfähige Tinte entwickelt , die es ermöglicht, elektrische Sensoren auf Papier zu drucken. Dadurch könnten elektronische Instrumente künftig leichter, flexibler und sogar faltbar werden. Zudem dürfte Papier als günstiges Grundmaterial die Kosten für Elektronische Geräte künftig deutlich reduzieren.

Insbesondere in der Medizintechnik könnte die Technologie für diagnostische Tests angewandt werden, berichtet Wall Street Online. Elektronische Teststreifen, beispielsweise zur Erfassung von DNA, konnten zwar bereits auf Papierbasis hergestellt werden, allerdings war das bisher nur mit einem aufwendigen und teuren Verfahren möglich.

Mit der elektrisch leitfähigen Tinte hat das Forscherteam nun eine deutlich einfachere Lösung gefunden. Die Tinte wird direkt auf das Papier gedruckt. So können Sensoren auf Berührung oder spezielle Moleküle wie etwa Glucose reagieren. Dadurch können smarte Teststreifen für die Diagnose von Krankheiten billiger hergestellt werden.

Die Tinte trocknet in Minuten und härtet unter einem Kamera-Blitzlicht aus. Einmal ausgehärtet bleibt das Material auch bei Belastung stabil und robust: Der Sensor reagierte selbst nach 15-Mal Falten und 5000-fachem Ein- und Ausrollen noch auf Berührungen.

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