Krankenversicherung

Versicherte sparen bei Kassenwechsel dreistelligen Betrag

Versicherte bekommen zum Jahreswechsel die Chance, die Krankenkasse zu wechseln und Geld zu sparen. Wer zu einem billigeren Anbieter wechselt, kann einen dreistelligen Betrag im Jahr einsparen. Je höher das Einkommen, desto höher die Ersparnis.

Seit dem 1.1.2015 legen die Krankenkassen ihre Beiträge wieder selber fest. Daraus ergeben sich deutliche Unterschiede zwischen teuersten und günstigsten Kassen. So ergibt sich durch einen Krankenkassenwechsel ein erhebliches Sparpotenzial. Bis zu 594 Euro jährlich könnten Gutverdiener – ab einem Monatsgehalt von 4.125 Euro Brutto – allein durch den Wechsel von einer teuren zu einer günstigen Krankenkasse einsparen. Die Leistungen sind dabei überwiegend dieselben, nur im Detail gibt es Unterschiede.

Das größte Einsparpotenzial hätten die Versicherten der Brandenburgischen BKK, denn sie müssen mit 15,9 Prozent, davon 1,3 Prozent Zusatzbeitrag, bundesweit den höchsten Beitrag zahlen. Der Wechsel zu einer Kasse gänzlich ohne Zusatzbeitrag würde 643,50 Euro im Jahr einsparen. Allerdings nur theoretisch, denn: Die Brandenburgische BKK ist nur in Brandenburg verfügbar, während die günstigsten Kassen ohne Zusatzbeitrag in anderen Bundesländern für Versicherte offen stehen.

Das höchste echte Einsparpotenzial besteht deshalb in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Hier sind mit der BKK Euregio und der Metzinger BKK die beiden günstigsten Kassen verfügbar.

Die günstigste bundesweit geöffnete Krankenkasse ist mit einem Gesamtbeitrag von 15,0 Prozent die Handelskrankenkasse hkk. Versicherte der BKK Brandenburg können durch einen Wechsel zur hkk 445 Euro jährlich, Versicherte der in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland geöffneten IKK Südwest 396 Euro pro Jahr einsparen, berichtet das 1A Verbraucherprotal.

Für die meisten Versicherten, die in bundesweit geöffneten Krankenkassen versichert sind, ergibt sich aber immer noch eine dreistellige Ersparnis, wenn sie zu einer anderen bundesweit geöffneten Kassen wechseln. Beispiel DAK-Gesundheit oder Barmer GEK. Beide Kassen erheben 15,5 Prozent Beitrag. Durch den Wechsel zur günstigsten bundesweit geöffneten Kasse ergeben sich noch immer bis zu 292,50 Euro Jahresersparnis.

Wer unter oder auch deutlich unter der Beitragsbemessungsgrenze verdient kann ebenfalls Geld einsparen, wenn auch nicht in dieser Höhe. Bei einem Bruttoeinkommen von 2.500 Euro monatlich 360 Euro in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Bundesweit dürften es in den meisten Fällen bei diesem Brutto immer noch 150 Euro im Jahr sein.

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *