Gesundheit

Studie: Krebs kann nicht durch Vorbeugung vermieden werden

Ein gesunder Lebenswandel hat auf die meisten Krebsarten keinen Einfluss. Entscheidend ist die Früherkennung

Selbst Rauchen, UV-Strahlung und Veranlagung haben statistisch gesehen auf die meisten Krebsarten – hier ein Bild eines Lungenkarzinoms – keinen Einfluss. (Foto: Flickr/ Yale Rosen/CC BY-SA 2.0)

Selbst Rauchen, UV-Strahlung und Veranlagung haben statistisch gesehen auf die meisten Krebsarten – hier ein Bild eines Lungenkarzinoms – keinen Einfluss. (Foto: Flickr/ Yale Rosen/CC BY-SA 2.0)

Ein gesunder Lebenswandel hat auf die meisten Krebsarten keinen Einfluss. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Johns Hopkins University in Baltimore/USA. Zwei Drittel aller Krebsfälle sind einer entsprechenden Studie zufolge einfach Pech. Nur ein Drittel der Variation im Krebsrisiko entstünde durch Umweltfaktoren oder erbliche Veranlagung. Es komme also weniger auf das Verhalten als viel mehr auf das Glück des Patienten an, berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg.

Die Forscher haben demnach für ihre Studie Statistiken über verschiedene Krebsarten untersucht und ausgewertet. Weniger als ein Drittel davon sei auf bekannte Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Alkohol oder UV-Strahlung zurückzuführen. Die übrigen 22 von 31 Krebsarten, also gut zwei Drittel, entstehen der Analyse zufolge durch zufällige Mutationen der Gene während der Zellteilung.

Der Co-Autor der Studie, Bert Vogelstein, erklärt in einer Mitteilung der Uni: „Alle Krebsarten werden durch eine Kombination aus Pech, Umwelteinflüssen und Veranlagung verursacht. Viele Krebsarten haben allerdings weit mehr mit dem Pech zu tun, eine Mutation zu bekommen, als mit Lebensstil und Vererbung. Der beste Weg, diesen Krebsarten vorzubeugen, ist die Früherkennung.“

Die Studie, die das Fachmagazin Science in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht hat, zeigte die statistische Korrelation zwischen dem steigenden Krebsrisiko und der steigenden Zahl der Zellteilungen. Denn bei jeder Teilung besteht die Möglichkeit einer zufälligen Mutation – je mehr Zellteilungen, desto höher statistisch gesehen das Krebsrisiko, so die Studie. Gewebetypen mit mehr Stammzellenteilungen seien daher auch anfälliger für Mutationen, die zu Krebs führen können.

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