Arterien

Künstliche Blutgefäße aus dem Drucker ersetzen verstopfte Adern

Künstliche Blutgefäße könnten künftig gegen Arterienverkalkung helfen. Die Gefäße bestehen aus einem Geflecht aus ultradünnen Fäden, an denen körperereigene Zellen anwachsen. Neben eine verstopfte Ader angebracht, kann so das Blut dauerhaft umgeleitet werden.

Verstopfte Arterien sind eine der häufigsten Todesursachen. Forscher arbeiten weltweit an künstlichem Ersatz. (Screenshot)

Verstopfte Arterien sind eine der häufigsten Todesursachen. Forscher arbeiten weltweit an künstlichem Ersatz. (Screenshot)

Chinesische Forscher haben künstliche Blutgefäße aus einem Material hergestellt, das Stabilität verspricht und gleichzeitig das Wachstum neuer Zellen ermöglicht. Die Forscher in Shanghai nutzten dazu eine spezielle Art von 3-D-Druck und hauchdünne Fäden. Der Gefäßersatz wird chirurgisch an einen beschädigte oder verstopfte Ader angebracht um das Blut dauerhaft umzuleiten, beispielsweise bei Herz-Bypass-Operationen, berichtet der Business Insider.

Bisher wurden dazu vorhandene Gefäße aus dem Körper des Patienten, etwa aus den Beinen, entnommen und wiederverwendet. Dadurch ist der Nachschub an gesunden Adern für den Patienten natürlicherweise begrenzt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, meist verursacht durch verstopfte Arterien sind jedoch immer noch die Todesursache Nummer eins in den westlichen Industrieländern.

Die Medizin forscht daher seit langem mit Hochdruck an synthetischen Alternativen. Jetzt haben Forscher aus Shanghai eine Methode vorgestellt, die dank einem Netz hauchdünner Fäden neuen Zellen erlaubt um eine Prothese aus Bio-Material herum zu wachsen, so dass diese danach vom Körper abgebaut werden kann.

Die Methode dazu nennt sich Elektro-Spinning, ein Prozess der elektrische Ladung nutzt um Flüssigkeiten zu extrem dünnen Fäden zu ziehen. Diese Stofffäden wickeln Die Forscher um eine vom Körper abbaubare Polymer-Röhre aus dem 3-D-Drucker, um den Zellen eine Form zu geben. Auf diese Form werden nun tierische Zellkulturen „gesät“, die rasch und problemlos wuchsen, so die Forscher.

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