Innovation

Japan: Bank setzt auf Exo-Skelette für Erleichterung bei Geldtransporten

Eine japanische Bank will ihren älteren Mitarbeitern bei der Arbeit sprichwörtlich unter die Arme greifen. Ein so genanntes Exoskelette soll beim Heben schwerer Bargeldpakete helfen. Ein zehn Kilogramm schweres Paket wirkt damit gefühlt vier Kilogramm leichter.

Voll aufgeladen kann man mit dem HAL von Cyberdine 3 Stunden arbeiten. (Screenshot)

Voll aufgeladen kann man mit dem HAL von Cyberdine 3 Stunden arbeiten. (Screenshot)

 

 

 

 

 

 

 

 

Das japanische Start-Up Cyberdine Inc. kann sich nun beweisen: Die japanische Bank Sumitomo Mitsui Banking Corp. will die neu entwickelten Exoskelette des Start-Ups testen. Die Rede ist von dem so genannten Hybrid Assistive Limb (HAL). Dabei handelt es sich um einen tragbaren Roboter, der beim Heben schwerer Lasten zum Einsatz kommt.

Die Bank Sumitomo Mitsui Financial Corp. ist das erste Unternehmen, das die neue Technologie testet. Sie will damit ihre älteren Mitarbeiter unterstützen, berichtet die Japan Times. Die Exoskelette sollen vor allem beim Geldtransport zum Einsatz kommen. Der tragbare Roboter lindert beim Heben schwerer Lasten den Druck auf den unteren Rücken.

Mehr als 16 Prozent der 1.600 Mitarbeiter der Bank sind über 65 Jahre. Der tragbare Roboter kann für sie das Gewicht eines zehn Kilogramm schweren Geldpaketes auf immerhin nur noch 6 Kilogramm reduzieren, sagte der Sprecher der Bank dem WSJ. Cyberdine zufolge kann das Exosklette eine Betriebsdauer von etwa drei Stunden anbieten, nachdem es 45 Minuten aufgeladen wurde.

Das Exoskelette HAL ist der „erste Cyborg-Type-Roboter“, so das japanische Unternehmen selbst. Der tragbare Roboter nimmt von der Hautoberfläche Nervenimpulse auf. Er analysiert diese, verstärkt sie und unterstützt so den Träger.

Im Zentrum für Neurobotales Bewegungstraining (ZNB) in Bochum wird HAL derzeit erstmals außerhalb von Japan getestet. „Gehbehinderten Menschen verhilft die Bewegungstherapie mit dem Roboter zu einer deutlichen Steigerung ihrer Mobilität“, so das Zentrum.

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