Forschung

Genmanipulierte Hühner sollen Vogelgrippe stoppen

Britische Forscher züchten Hühner, die gegen den Vogelgrippe-Virus immun sind. Die Tiere werden genetisch so verändert, dass sie das Virus nicht mehr weitergeben können. Zur besseren Unterscheidung leuchten die Gen-Hühner unter UV-Licht.

Genmanipuliertes Küken leuchtet unter ultraviolettem Licht (Foto: Screenshot)

Genmanipuliertes Küken leuchtet unter ultraviolettem Licht (Foto: Screenshot)

Forscher in Großbritannien haben Hühner gentechnisch so verändert, dass sie das Vogelgrippe-Virus nicht mehr übertragen können. Die Forscher manipulieren die Gene der Vögel, indem sie ihnen ein Molekül einverleiben, das die Reproduktion des Vogelgrippe-Virus unterbindet. Wird ein Huhn angesteckt, das dieses Molekül besitzt, kann sich der Virus in ihm nicht reproduzieren. Das infizierte Huhn kann den Virus somit nicht auf andere Lebewesen übertragen.

Damit die Forscher die genmanipulierten Hühner von den anderen unterscheiden können, verabreichen sie diesen ein fluoreszierendes Protein, das die Krallen und Schnäbel der Hühner unter Ultraviolettem Licht leuchten lässt. Ansonsten unterscheiden sich die Hühner nicht von ihren natürlichen Artgenossen.

Die Forscher der Universitäten in Cambridge und Edinburgh betonen jedoch, dass die genmanipulierten Hühner ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet werden. Allerdings könne man sie nach Aussage der Forscher auch risikofrei konsumieren. Die Forscher hätten demnach keinen Grund anzunehmen, dass der Verzehr der genmanipulierten Hühner oder ihrer Eier negative Konsequenzen haben könnte. Trotzdem werden sie nicht ohne Zulassung durch die zuständigen Behörden zum Verzehr angeboten.

Die Forschung wird durch die britische Regierung und zwei der weltweitn größten Hünerzüchter, die deutsche EW Group GmbH und die amerikanische unterstützt. Cobb-Vantress unterstützt. Der US-Züchter ist jedoch kürzlich ausgestiegen, da derzeit keine kommerzielle Nutzung in Aussicht stehe, so Reuters.

Dieses Jahr sind allein in den USA 48 Millionen Hühner und Truthähne an der Vogelgrippe gestorben. Zwar wurden beim diesjährigen Ausbruch keine Menschen angesteckt, aber die Fälle in Asien in den letzten Jahren zeigen, dass der Virus auch für Menschen lebensgefährlich sein kann.

Die Forscher sind nun dabei herauszufinden, ob das Vogelgrippe-Virus mutieren und so die hemmende Wirkung des genmanipulierten Gens umgehen kann. Das große Ziel besteht dann darin, Vögel resistent gegen das Virus zu machen.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Es ist die Art der Haltung in Ställen mit zehntausenden von Tieren, die es den Viren leicht macht, sich zum einen schnell zu verbreiten, zum anderen zu höher pathogenen Formen zu mutieren. Die Tiere leiden unter Enge und Stress, das Immunsystem ist entsprechend schwach. Sonnenlicht und Sauerstoff durch Frischluft sind nicht hinreichend vorhanden, Bewegung fehlt, zusätzlich ist die Belastung durch Staub und Hitzestress groß. Durch das Stehen im Kot leidet ein großer Teil der Tiere unter Fußballenschäden, oft offenen Wunden.

    Fazit: Wer gesunde Tiere möchte, sollte sie anständig halten, anstatt immer und immer auf Zucht und Gentechnik zu hoffen – diese Hoffnung wird sich als trügerisch erweisen, denn das Ende der Fahnenstange ist längst erreicht. haben Tiere keinen Anspruch auf Wohlbefinden?