Forschung

Nanomaschine kann HIV in Minuten erkennen

Statt Stunden für die die Auswertung eines HIV-Tests zu benötigen, kann eine neue DNA-Nanomaschine schon nach Minuten HIV-Antikörper im Blut nachweisen. Selbst mit einem Smartphone soll die Technologie bald genutzt werden können. Das spart Kosten und Zeit, vor allem in entlegenen Regionen.

Mit HIV infizierte T-Zelle. (Foto: Flickr/NIAID/CC by 2.0)

Mit HIV infizierte T-Zelle. (Foto: Flickr/NIAID/CC by 2.0)

Die Auswertung von HIV-Tests dauert in der Regel mehrere Stunden. Stunden, die man in abgelegenen Regionen der Welt nicht hat. Und eben auch Stunden, die banges Warten bedeuten. Eine neue Entwicklung von Wissenschaftlern der University of Montreal soll diese Wartezeit auf wenige Minuten verringern können.

Die auf DNA-basierte Nanomaschine ist in der Lage, sich in einem biologisch-dichten und komplexen Umfeld wie Blut mit bestimmten Antikörpern zu verbinden. Bei der Entwicklung der Forscher verbinden sich die Nanomaschinen mit HIV-Antikörpern. In diesem Moment entsteht eine strukturelle Veränderung, die kleine Lichtblitze erzeugt. So ist es möglich, die Strukturveränderungen wahrzunehmen und der Nachweis für HIV-Antikörper ist erbracht. Das dauert dann gerade einmal fünf Minuten.

„Unsere modulare Plattform bietet signifikante Vorteile gegenüber schon bestehenden Verfahren“, zitiert engadget Professor Valléé-Bélisle von der Universität Montreal. Die Technik sei schnell, erfordere keine Chemikalien und können auch für eine Reihe anderer Tests angewendet werden. Schließlich lasse sich die DNA-Nanomaschine auch dazu bringen, andere Antikörper aufzusuchen.

Neben der Schnelligkeit erlaubt die DNA-Nanomaschine auch HIV-Tests in abgelegenen Regionen, in denen es an Ärzten und Krankenhäusern mangelt. Derzeit arbeiten die Wissenschaftler daran, die optischen Signale noch einfacher erkennbar zu machen. „Zum Beispiel könnten wir unsere Plattform so anpassen, dass das Signal mit einem Mobiltelefon gelesen werden kann“, so Valléé-Bélisle. „Das würde unsere Entwicklung für jedermann zugänglich machen.“

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *