Vorsorge

Anzahl der Leberflecken entscheidend für höheres Krebs-Risiko

Die Entwicklung von Hautkrebs geht auch auf abnormale Leberflecken zurück. Forscher haben nun nachgewiesen, dass vor allem die Anzahl der Leberflecke am rechten Arm in der Diagnostik hilfreich sein kann. Wer mehr als elf Leberflecken dort aufweist, für den besteht ein höheres Risiko an Hautkrebs zu erkranken.

Die neuen Erkenntnisse helfen, schneller Aussagen über die Gesamtzahl der Leberflecken und deren Hautkrebsrisiko zu machen. (Foto: Flickr/SuperFantastic/CC by 2.0)

Die neuen Erkenntnisse helfen, schneller Aussagen über die Gesamtzahl der Leberflecken und deren Hautkrebsrisiko zu machen. (Foto: Flickr/SuperFantastic/CC by 2.0)

Die Zahl der Hautkrebs-Erkrankten steigt. Dabei spielt nicht nur das ungehemmte Aussetzen der Haut gegenüber der Sonne eine Rolle. Es gibt auch genetische Dispositionen. Wie Forscher am King’s College London jetzt nachweisen konnten, muss die Zahl der Leberflecken am rechten Arm bei der Diagnostik eine viel größere Rolle spielen. Demnach gibt es einen Zusammenhang mit dem Risiko, Melanomzellen zu entwickeln.

Hierfür werteten die Wissenschaftler die Daten von mehr als 3.500 Zwillingen aus. Das Ergebnis: Wer mehr als elf Leberflecken am rechten Arm hat, weist ein größeres Hautkrebs-Risiko auf. Der rechte Arm kann als Indikator genutzt werden, um die Gesamtzahl der Leberflecken auf dem Körper zu ermitteln. Das spart sehr viel Zeit.

Die Zwillinge wurden auf ihren Hauttyp, ihre Sommersprossen, ihre Haar- und Augenfarbe und ihre Leberflecken hin analysiert. Die Untersuchungen zeigten, dass Frauen mit mehr als sieben Leberflecken, neigten dazu, am ganzen Körper mehr als 50 Leberflecken zu haben. Wer mehr als elf Leberflecken am rechten Arm aufwies, tendierte dazu, über 100 Leberflecken am ganzen Körper zu haben. Damit hatten diese ein deutlich höheres Risiko ein Melanom zu entwickeln.

Vor allem im Bereich des Ellenbogens ist die Anzahl der Leberflecken besonders aussagefähig. „Die Ergebnisse könnten erhebliche Auswirkungen auf die Grundversorgung haben“, sagt Simone Ribero vom King’s College. Die Ärzte könnten die Gesamtzahl der Leberflecken genauer und über einen leicht zugänglichen Körperteil schätzen. „Das würde bedeuten, dass mehr Patienten mit einem Risiko, Melanome zu entwickeln, identifiziert und überwacht werden könnten.“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass weltweit jedes Jahr zwei bis drei neue Fälle von hellem Hautkrebs und 250.000 neue Fälle mit malignem Melanom auftreten. In Mitteleuropa erkranken jedes Jahr 10 bis 20 Personen pro 100.000 Einwohner. „In den meisten westlichen Ländern werden darüber hinaus ca. 4 Prozent mehr Melanomfälle pro Jahr festgestellt, sodass das maligne Melanom die Krebserkrankung mit der Weltweit stärksten Zuwachsrate darstellt“, so die Deutsche Krebsgesellschaft.

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