Wissenschaft

Ballon im Magen soll Übergewicht reduzieren

Diäten, Tablette oder eine Magenverkleinerung, das sind für viele Menschen heute die Möglichkeiten, um neben Sport etwas gegen das Übergewicht zu unternehmen. Ungefährlich sind alle nicht. Aus diesem Grund hat sich die Firma Allurion Technologies eine neue Therapieform ausgedacht: die Elipse Therapy. Dabei wird ein Ballon im Magen des Betroffenen platziert, um ein Sättigungsgefühl auszulösen.

Der mit Wasser gefüllte Ballon sorgt mehrere Monate für ein anhaltendes Sättigungsgefühl. (Bild: Screenshot Allurion Technologies)

Der mit Wasser gefüllte Ballon sorgt mehrere Monate für ein anhaltendes Sättigungsgefühl. (Bild: Screenshot Allurion Technologies)

Bei der Elipse Therapy wird ein Ballon in den Magen des Übergewichtigen eingeführt und mit Wasser gefüllt. Ohne Operation schluckt der Patient zunächst eine an einer dünnen Schnur befestigte Kapsel. Die Schnur fungiert später als Katheder und ist lang genug, um die Kapsel bis in den Magen vordringen zu lassen. Dort angekommen, kann der Ballon, der sich in der Kapsel befunden hat, in weniger als zehn Minuten mit bis zu 550 ml Flüssigkeit gefüllt werden.

Während die Schnur den Körper wieder über den Mund verlässt, verbleibt der Ballon mit dem Wasser im Magen. Er füllt nun einen großen Teil des Magens aus und sorgt so für ein Sättigungsgefühl. Zusätzlich zu dem eingeführten Ballon wird der Patient bei seiner Gewichtsreduktion mit einer entsprechenden Ernährungsberatung die Therapie über begleitet.

Nach ein paar Monaten öffnet sich der Ballon und das eingefüllte Wasser entweicht. Danach kann die übriggebliebene Hülle des Ballons leicht ausgeschieden werden, da sie flexibel und dünn ist.

Erste Studien zu dem Verfahren hat es bereits gegeben. Dabei verloren die 34 Testpersonen durchschnittlich 11 Kilogramm allein durch den Ballon und ohne zusätzliche Ernährungsumstellung oder Sport. Die Genehmigung durch die amerikanischen Gesundheitsbehörden steht jedoch noch aus. In einigen Teilen Europas ist die Therapie dem Unternehmen zufolge bereits einsetzbar.

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