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EU ruft Europäisches Medizinische Korps ins Leben

Um schneller in Notfällen gemeinsam agieren zu können, hat die Europäische Union nun eine medizinische Spezialeinheit geschaffen. Man müsse die Lehren aus der Ebola-Krise ziehen, so die EU-Kommission.

Christos Stylianides, Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, und Winnie Byanyiama, Oxfam International. (Foto: Flickr/European Commission DG ECHO/Cc by nd 2.0)

Christos Stylianides, Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, und Winnie Byanyiama, Oxfam International. (Foto: Flickr/European Commission DG ECHO/Cc by nd 2.0)

Wie schnell ein zu langsames Handeln die Gesundheit vieler Menschen gefährden kann, zeigte sich bei der Ebola-Krise im vergangenen Jahr. Zu spät war die Gefahr, die von den ersten Ebola-Fällen in Afrika ausging, wahrgenommen worden. Damals forderten Deutschland und Frankreich als Konsequenz eine ‚Weißhelm Initiative‘. Dieser Vorschlag ging nun in einem Europäischen Medizinischen Korps (EMK) auf.

„Zweck des Europäischen Medizinischen Korps ist es, eine viel schnellere und effizientere Reaktion der EU auf Gesundheitskrisen zu gewährleisten“, sagte Christos Stylianides, Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement in Brüssel. Die Idee dahinter ist, dass bei Notfällen innerhalb und außerhalb der EU-Grenzen umgehend EU-Teams und Ausrüstungen aus den EU-Staaten entsandt werden können, um schnell und zeitnah medizinisch helfen zu können.

Das neue  Europäische Medizinischen Korps (EMK) ist Teil der Europäischen Notfallbewältigungskapazität, die selbst wiederum für den EU-Katastrophenschutz geschaffen wurde. Bisher nehmen an dem EMK neun EU-Länder teil: Belgien, Luxemburg, Deutschland Spanien, Tschechien, Frankreich, die Niederlande, Schweden und Finnland. Aber auch weitere EU-Länder sollen sich in Zukunft anschließen, um Teams und Ausrüstung zu stellen, wobei die Teams sich zunächst einem Zertifizierungsverfahren unterwerfen müssen. Es ist aber auch möglich, finanziell Unterstützung zu gewähren.

Die Teams setzen sich dabei aber nicht nur aus Ärzten zusammen. Neben Medizinern sollen auch Experten aus den Bereichen der öffentlichen Gesundheit sowie zur medizinischen Koordination Experten im logistischen Bereich Teil der Teams sein. Neben Medikamenten etc. sind auch Flugzeuge und mobile Bio-Labors gern gesehen, so die Kommission.

Während die Beteiligung am Europäische Medizinischen Korps noch nicht so viele Länder umfasst,sind am EU-Katastrophenschutz derzeit 33 Länder beteiligt. Darunter finden sich neben den 28 Mitgliedsstaaten unter anderem auch die Türkei, Montenegro, Serbien, Mazedonien etc.

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