Wirtschaft

Gesundheits-Start-up kauft Tiroler Unternehmen MedEval

Wie erfolgreich junge Unternehmen aus dem e-Business-Bereich der Gesundheitsbranche mittlerweile sein können, zeigt das Wiener eHealth-Start-up Diagnosia. Dieses hat sich auf Software für Mediziner spezialisiert. Mit dem Kauf des Arzneimitteldaten-Händlers will das Unternehmen nun wachsen.

Arzneimitteldaten sollen Ärzte als Kunden ansprechen. (Foto: Flickr/ Perspecsys Photos/CC by sa 2.0)

Arzneimitteldaten sollen Ärzte als Kunden ansprechen. (Foto: Flickr/ Perspecsys Photos/CC by sa 2.0)

Das Wiener Start-up Diagnosia profitiert von der zunehmenden Digitalisierung auch im medizinischen Bereich. Das Unternehmen bietet Software für Krankenhäuser und Ärzte an. Damit kann das medizinische Personal unerwünschte Arzneimittelwirkungen ausfindig machen, Informationen zu zugelassenen Medikamenten sowie Dosierungsempfehlungen erhalten. Dabei bezieht das Start-up seine Informationen von nationalen und internationalen Zulassungsbehörden und bereitet diese auf.

Um zu wachsen, hat sich das Unternehmen nun einen alten Hasen in Sachen Arzneimittel-Datenbank geschnappt. Diagnosia hat das 2002 gegründete Unternehmen MedEval gekauft. Der Arzneitmitteldaten-Händler ist für das Start-up nicht nur eine „digitalisierte Wissensbasis für Arzneimittelfachinformation im deutschsprachigen Raum“, so Lukas Zinnagle zu Trending Topis.at.

Mit dem Kauf werden auch die 300 Kunden von MedEval übernommen, zu denen auch Pharmafirmen und Krankenhäuser gehören. Nach eigenen Angaben nutzen insgesamt schon mehr als 4.000 österreichische Ärzte beispielsweise die ami-Produkte von MedEval, die ein Arzneimittelinformations-System darstellen.

Zunächst sollen die MedEval-Kunden auch in der Lage sein, die Diagnose-Software zu nutzen. Bis Ende des kommenden Jahres soll dann die MedEval-Software aktualisiert und für alle Diagnose-Kunden zugänglich gemacht werden.

Trotz des großen Erfolgs von Diagnose konzentrieren sich derzeit die meisten e-Health-Start-ups im deutschsprachigen Raum noch weitgehend auf die Patienten, wie eine aktuelle Untersuchung von healthbytes zeigt. Die Medizin ist Alexander Schachinger, Geschäftsführer der EPatient RSD GmbH, zufolge prädestiniert für Start-ups. „Da die App-Entwicklung immer günstiger wird und an die 40 Millionen Deutsche das Internet zu Gesundheitsthemen verwenden, werden Patienten und Angehörige auf einmal Entwickler und Verbreiter von Medizinlösungen auf ihrem Smartphone“, sagte er anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Digitaler Gesundheitsmarkt“. „Das Erfolgsgeheimnis dieser neuen Apps: Sie sind konsequent auf Patienten, ihre Bedürfnisse im Alltag und einfachste Bedienung intelligent zugeschnitten“

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