Wirtschaft

Gesundheitsausgaben erneut gestiegen

Die alternde Gesellschaft, die Zunahme der Burnout- und Depressionsfälle sowie die steigende Zahl der an Diabetes Erkrankten belasten das deutsche Gesundheitssystem. Aber auch der massive Investitionsrückstand in vielen Krankenhäusern lässt die Ausgaben steigen und wird auch in den kommenden Jahren noch den Finanztopf belasten.

Auch im kommenden Jahr drohen die Ausgaben, weiter zu steigen. (Foto: Flickr/Phalinn Ooi/CC by 2.0)

Auch im kommenden Jahr drohen die Ausgaben, weiter zu steigen. (Foto: Flickr/Phalinn Ooi/CC by 2.0)

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die Ausgaben 2014 um 13,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Das ist ein Plus von 4,2 Prozent. Auf jeden Bürger kommen dabei durchschnittlich 4.050 Euro. Mit Ausgaben von mehr als 191 Milliarden Euro (+5,6 Prozent) hatten die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr die höchsten Ausgaben.

Sowohl die Ausgaben für Güter und Dienstleistungen im ambulanten Bereich, als auch die Ausgaben für ambulante Pflegeeinrichtungen, in den Apotheken und beim Gesundheitshandwerk erhöhten sich. Insgesamt stiegen die Gesundheitsausgaben auf 328 Milliarden Euro, wovon allein 37,6 Prozent auf den teilstationären Sektor entfielen: Krankenhäuser und Einrichtungen der teilstationären Pflege. Es ist damit zu rechnen, dass sich auch in den kommenden zwei Jahren kein Rückgang der Ausgaben zeigen wird.

So wird der Investitionsstau in vielen Krankenhäusern dazu führen, dass zügig neue Gerätschaften angeschafft und Sanierungen in hoher Zahl durchgeführt werden müssen. Die Unterversorgung der Krankenhäuser mit Finanzmitteln werde sich dann spätestens in zehn Jahren aufgrund der überalternden Gesellschaft noch einmal verschärfen, warnen die Delegierten der Landesärztekammer Hessen. Darüber hinaus zeigen die aktuellen Daten der Krankenkassen, dass sich bei ihnen die Ausgaben je Versicherten auch im vergangenen Jahr noch einmal erhöht hatten.

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