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Virus-Infektionen: IBM entwickelt Super-Molekül

Die Heilung von Infektionen mit dem Dengue-Fieber, Influenza, Zika, Grippe und Ebola ist schwierig. Nicht nur, dass sich alle Viren voneinander unterscheiden, auch der Stamm eines Virus kann sich ändern oder mutieren. Aus diesem Grund haben sich Wissenschaftler von IBM in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bioengeneering und Nanotechnologie in Singapur angesehen, was die Virusinfektionen verursacht.

: Das Makromolekül kann für Ebola-Viren und auch zur Behandlung vom Dengue-Fieber eingesetzt werden. (Foto: Flickr/NIAID/Cc by 2.0)

: Das Makromolekül kann für Ebola-Viren und auch zur Behandlung vom Dengue-Fieber eingesetzt werden. (Foto: Flickr/NIAID/Cc by 2.0)

Im Zuge dessen haben sie ein sogenanntes Makromolekül entwickelt. Dieses ist in der Lage, mehrere Viren zu behandeln und somit zu verhindern, dass sie den Menschen infizieren, wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift Macromolecules schreiben. Selbst als die Viren bei Tests mutierten, blieb das Makromolekül wirksam. Nun sollen auch Tests mit dem Zika-Virus durchgeführt werden. Da dieser mit dem Denguefieber-Virus etliche Gemeinsamkeiten aufweist, rechnen die Wissenschaftler mit einem Erfolg des Zika-Virus auch hier.

Bei dem Molekül konzentrierten sich die Wissenschaftler auf die Glykoproteine an der Außenseite der Viren. Diese nutzen die Viren, um an andere Zellen anzudocken. Mittels einer elektrostatischen Ladung lockt das Makromolekül die Viren zu sich und dockt an. Das verhindert, dass gesunde Zellen geschädigt werden. Einmal angedockt neutralisiert das Molekül das Säurelevel des Virus, um eine Vermehrung zu verhindern.

Doch das Makromolekül hindert die Viren auch auf eine andere Weise an einer Ausbreitung. Mittels eines speziellen Zuckers (Mannose) verbindet sich das Makromolekül mit Immunzellen und führt diese zu den Infektionsherden. In den kommenden Jahren sollen klinische Studien mit dem Molekül durchgeführt werden. Bis zur Marktreife könnten noch 3 bis 5 Jahre vergehen.

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