Pharma

Ausgaben für Krebs steigen signifikant

Derzeit gibt es etwa 70 verschiedene Arzneimittel zur Anwendung bei Krebserkrankungen und der Markt für Krebsmedikationen steigt. 2015 erreichte der Markt ein Volumen von 107 Milliarden Dollar.

Bild einer Krebszelle: Bei der Immuntherapie wird auf die Stärkung des Immunsystems gesetzt. So sollen Abwehrzellen zum Beispiel gezielt Krebszellen angreifen. (Foto: Flickr/Pulmonary Pathology/CC BY-SA 2.0)

Bild einer Krebszelle: Bei der Immuntherapie wird auf die Stärkung des Immunsystems gesetzt. So sollen Abwehrzellen zum Beispiel gezielt Krebszellen angreifen. (Foto: Flickr/Pulmonary Pathology/CC BY-SA 2.0)

Für Pharmafirmen wie auch für Biotech-Unternehmen und Start-ups bietet sich damit ein lukratives Geschäft. Entsprechend stiegen die weltweiten Ausgaben für Krebsbehandlungen und Medikamente im vergangenen Jahr um 11, 5 Prozent. Und dass, obwohl noch nicht einmal alle Behandlungsmethoden in jedem Land zugänglich sind.

So ist davon auszugehen, dass die Onkologie auch in den kommenden Jahren weiterhin ein Wachstumsmarkt bleiben wird. Die IMS Health Study rechnet mit einem Wachstum zwischen 7,5 und 10,5 Prozent bis 2010 und einem Marktvolumen von schätzungsweise 150 Milliarden Dollar. Demnach sollen sich derzeit mehr als 500 Unternehmen auf dem Onkologie-Feld bewegen.

Diese Woche erhielt der Schweizer Roche-Konzern von der US-Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht für sein Medikament Tecentriq. Die Arznei darf zur Behandlung von lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Blasenkrebs bei Patienten eingesetzt werden, bei denen eine Chemotherapie nicht gewirkt hat. Die Zulassung gilt vorläufig und erfolgte nach einer beschleunigten Begutachtung durch die Behörde. Roche will mit Tecentriq auch andere Krebsarten behandeln. Bei Lungenkrebs etwa stuft die FDA das auch unter dem Namen Atezolizumab bekannte Medikament wie schon bei Blasenkrebs als Therapiedurchbruch (Breakthrough Therapy) ein.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck arbeitet weiter an seiner Krebsimmuntherapie Avelumab. In einer klinischen Studie der Phase II zur Behandlung einer seltenen und bösartigen Form des Hautkrebses hätten 29,5 Prozent der Patienten auf das Mittel angesprochen. Knapp zehn Prozent der Patienten, die alle zuvor bereits eine Chemotherapie erhielten und deren Erkrankung danach fortgeschritten war, seien nach einer knapp sechsmonatigen Behandlung mit Avelumab tumorfrei gewesen.

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