Wirtschaft

Apotheker zieht es in die Großstadt

Die Konzentration der Apotheken im städtischen Raum hält an. Mittlerweile ist der Anteil der Apothekengründungen in den Großstädten 2015 auf 40 Prozent gestiegen.

Die Apotheke soll bei Erkrankungen die erste Anlaufstelle sein, das will die Krankenkasse SWICA forcieren. Dafür steht dann auch ein extra Beratungszimmer zur Verfügung. (Foto: Flickr/ Ninian Reid /CC by 2.0)

Die Apotheke soll bei Erkrankungen die erste Anlaufstelle sein, das will die Krankenkasse SWICA forcieren. Dafür steht dann auch ein extra Beratungszimmer zur Verfügung. (Foto: Flickr/ Ninian Reid /CC by 2.0)

Während es hinsichtlich der Gründungen auf dem Land stabil blieb gingen die Gründungen in den Städten mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 100.000 um 24 Prozent zurück. 2013 machten Neugründungen in der Großstadt nur 31 Prozent aus, das zeigt die aktuelle Umfrage der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

Eine Forcierung hat sich auch im Bereich der Filialapotheken abgespielt. „Der Anteil der Apotheken, die als Filialen übernommen wurden, lag 2015 bei 29 Prozent und nahm gegenüber den Vorjahren deutlich zu“, so die apoBank. Addiere man die fünf Prozent Neugründungen dazu, machen Filialen insgesamt ein gutes Drittel aller finanzierten Apothekengründungen aus.

Apothekenverbünde erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. „Trotz der hohen Investitionen, die solch ein Verbund mit sich bringt, ist ein Teil des pharmazeutischen Nachwuchses bereit, in Apothekenverbünde zu investieren“, sagt Georg Heßbrügge von der apoBank. „Diese Einheiten sind meistens gut organisiert und aufeinander abgestimmt, daher durchaus attraktiv als Komplettübernahme.“ Selbst eingesessene Apotheker finden mittlerweile Gefallen daran, Apothekerverbünde zu nutzen, um selbst weiter zu wachsen.

Für die Apothekerverbünde mit einer Größe von etwa 2,2 Apotheken lag der durchschnittliche Preis im vergangenen Jahr bei 837.000 Euro. Der Übernahmepreis für eine Filialapotheke lag im Schnitt bei 321.000 Euro. Das ist ein jährlicher Zuwachs von 13 Prozent.

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